07.12.2006rss_feed

Qualität der Maissilage mit großen Schwankungen

In Deutschland hat die Qualität der Maissilage in diesem Jahr erneut unter schwierigen Witterungsverhältnissen gelitten. Laut Deutschem Maiskomitee (DMK) fallen extreme regionale Qualitätsunterschiede in Abhängigkeit vom Standort und von den spezifischen Bedingungen vor Ort auf. Insbesondere der verfügbare durchwurzelungsfähige Bodenraum und ein möglicher Grundwasseranschluss für die Maiswurzeln hätten in diesem Jahr entscheidende Bedeutung erlangt. Nach nassem und kaltem Frühjahr, der Hitze im Juli und dem zu kalten und nassen August habe der sonnige September schlimmere Ausfälle verhindert. Oftmals sei es dadurch noch zu einer guten Kornausreife gekommen.
Der mittlere Trockenmassegehalt der Maissilage in Hessen belief sich in diesem Jahr auf 36 % und lag damit über dem Zielbereich von 28 % bis 35 %. Auch in Niedersachsen wurde der Zielbereich oftmals überschritten; im Schnitt lag der Trockensubstanzgehalt dort bei 35,4 %. Dabei wurden Werte zwischen 15,4 % und 52,5 % ermittelt. In Bayern waren es im Schnitt 33 %; zwei Drittel der gezogenen Proben wiesen einen Trockenmassegehalt von 30 % bis 36 % auf. In Sachsen lag dieser bei 32,4 %, wobei auch dort die regionalen Unterschiede sehr groß waren.
Angesichts der großen Schwankungen bei den Inhaltsstoffen und Energiegehalten empfahl das DMK eine Analyse der Maissilage als Grundlage für die Berechnung der Rationsgestaltung, um eine bedarfsgerechte Fütterung sicherzustellen. (AgE)