Informationen rund um die Schweinehaltung

Auch Fortschritt ist immer nur relativ

Die Bauernzeitung hat recherchiert und erstaunliches zu Tage gebracht: Seit Mitte der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts gab es den Kastenstand in der Sauenhaltung, und dieser war ein Meilenstein auf dem Weg zur künstlichen Besamung. Obwohl der bedeutende Jenenser Tierzuchtforscher Prof. Dr. Fritz Hofmann anfangs nichts von der Schweinebesamung hielt, reiste er 1959 nach China, denn dort war es gelungen, erfolgreich Sperma großer russischer Eber auf kleinwüchsige chinesische Sauen zu übertragen. Um dieses neuartige Verfahren dann auch für die Schweineproduktion zu nutzen, brauchte es den Kastenstand. Die Gründe sind jedem Sauenhalter bekannt: Es ging um Arbeitsschutz und Tierschutz, denn die Sauen sollten in dieser Phase keinem Stress in der Gruppe ausgesetzt sein.  mehr dazu

BACKBEEST Sparte “Übern Tellerrand”: Langschwanz

In der neuen BACKBEEST Sparte "Übern Tellerrand" ist Keno dieses Mal in Sachen "Langschwänze" unterwegs. Und nicht nur das, er hat sogar Verstärkung dabei: Als neues BACKBEEST Teammitglied ist Anni Hantelmann dabei. Landmaschinen und die Lohnerarbeit sind ihre Leidenschaft und die teilt sie wie Keno sehr erfolgreich in der Community. Bei dem Thema "Langschwänze" geht es um die Zucht von Schweinen, deren Schwänze nicht kupiert werden.  mehr dazu

Corona: Überbrückungshilfe des Bundes startet

Unternehmen bis 249 Beschäftigte, die durch die Corona-Pandemie erhebliche Umsatzeibußen hinnehmen mussten, können die Überbrückungshilfe des Bundes in Anspruch nehmen. Die Überbrückungshilfe wird zentral und digital administriert. Anträge können ausschließlich über Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigte Buchprüfer gestellt werden.  Die Unterstützung richtet sich nach dem Umsatzrückgang der Unternehmen. Voraussetzung für die Überbrückungshilfe ist ein Umsatzrückgang in den Monaten April/Mai 2020 im Vergleich zum Vorjahr um mindestens 60 Prozent. Weitere Fördervoraussetzung für die Überbrückungshilfe ist, dass im Juni, Juli und August 2020 ein Umsatzrückgang gegenüber dem jeweiligen Vorjahresmonat von mindestens 40 Prozent eintritt bzw. prognostiziert wird.  mehr dazu

Nitratbericht 2020

Der Zustand des Grundwassers in Deutschland hat sich leicht verbessert. Die Anzahl der Messtellen, bei denen der EU-weite Nitrat-Grenzwert im Grundwasser überschritten wird, ist seit 2016 leicht gesunken. Die hohen Konzentrationen von Pflanzennährstoffen in den Küsten- und Meeresgewässern von Nord- und Ostsee sind weiterhin zu hoch. Das zeigen die Daten des aktuellen Nitratberichtes 2020, den das Bundesumwelt- und das Bundeslandwirtschaftsministerium alle vier Jahre erstellen. Der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Bernhard Krüsken, wertet den Bericht als Beleg dafür, dass bei der Gewässer- und Grundwasserqualität Verbesserungen zu sehen sind: "Wir sehen in Flüssen, Seen, Grundwasser und auch in den Meeren Rückgänge der Nährstoffkonzentrationen. Es gibt natürlich noch einige Probleme zu lösen, aber wir sehen uns auf dem richtigen Weg. Das Narrativ der stetig steigenden Nährstoffbelastung aus der Landwirtschaft ist mit diesem Nitratbericht widerlegt. Vor allem in den Bereichen, wo die Schwellenwerte der Nitratrichtlinie noch überschritten werden, sehen wir deutlich sinkende Nitratkonzentrationen."  mehr dazu

Berlin hält an Normenkontrollklage zur Schweinehaltung fest

Das Land Berlin hält zentrale rechtliche Anforderungen an die Schweinehaltung in der deutschen Landwirtschaft für unvereinbar mit dem Tierschutzgesetz und deshalb für verfassungswidrig. Daran ändert auch der heutige Beschluss des Bundesrats zur Kastenstandhaltung nichts. Deshalb hält Berlin an dem Normenkontrollverfahren vor dem Bundesverfassungsgericht fest.   mehr dazu

Forschungsprojekt entwickelt Lösungen gegen Nitrateinträge ins Grundwasser

idw - Landwirtschaftliche Rückstände wie Gülle oder Gärreste aus der Biogasproduktion enthalten sehr viel Stickstoff, der bei der Ausbringung auf landwirtschaftliche Flächen ins Grundwasser gelangen können. In vielen landwirtschaftlich geprägten Regionen Norddeutschlands ist der Grenzwert für Stickstoff in Form von Nitrat im Grundwasser (50 mg/L) bereits überschritten und führt zu Einschränkungen bzw. hohen Kosten bei der Trinkwassergewinnung. Im EU-Projekt "Circular Agronomics" wird nach Lösungen gesucht, die Landwirtschaft nachhaltiger zu gestalten. Unter anderem wird nach technischen Lösungen gesucht, den Eintrag von Nitrat ins Grundwasser zu reduzieren.  mehr dazu

Wissenschaftlicher Dienst des Bundestages: Tierwohlabgabe nicht verfassungskonform?

 Die vielfach geforderte Tierwohlabgabe auf Fleisch zum Umbau der Tierhaltung könnte an verfassungsrechtlichen Fragen scheitern. Das zeigt ein Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages im Auftrag der FDP-Fraktion, das der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ) vorliegt.  mehr dazu

Mecklenburg-Vorpommern beginnt mit Bau einer ASP-Wildschutzbarriere

Regierungsportal M-V - Das Land Mecklenburg-Vorpommern beginnt mit dem Bau einer temporären Wildschutzbarriere zur Abwehr der Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest. Im Rahmen dieser Baumaßnahme ist vorgesehen, zunächst auf den landes- und bundeseigenen Flächen in Nähe der Grenze zwischen der Wojewodschaft Westpommern und Mecklenburg-Vorpommern zeitlich befristet einen über 50 km langen Knotengeflecht-Zaun zu errichten. Anlässlich des Beginns der Bauarbeiten lädt Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus am 13. Juli zu einem Vor-Ort-Termin ein, um über die Maßnahme sowie den aktuellen Stand des ASP-Seuchen­geschehens zu informieren.  mehr dazu

Verbessertes Wachstum von Ferkeln mit geringem Geburtsgewicht dank einer Ergänzung der Ration

Die Züchtung hochfruchtbarer Muttersauen hat zu einem Anstieg der Zahl von Ferkeln mit geringem Geburtsgewicht geführt, die oft schmächtig sind und langsam wachsen. In einer Studie von Agroscope wurde die Wirkung einer Ergänzung der Ferkelration auf die Entwicklung untersucht.   mehr dazu

Isofluran-Narkosegerät Pig Snoozer

Ab dem 1. Januar 2021 ist in Deutschland die betäubungslose Ferkelkastration auch unter acht Tage alter Ferkel verboten. Um Maßnahmen für die Verbesserung des Tierwohls zu fördern, werden landwirtschaftliche Betriebe bei der Anschaffung von Narkosegeräten für die Ferkelkastration (Isoflurannarkose) durch Zuwendungen finanziell unterstützt. Eines der von der DLG zertifizierten Geräte ist der "Pig Snoozer", der im GFS Top-Animal Shop erhältlich ist.  Der Pig Snoozer bietet 4 Kastrationsplätze, Mehrfachfilterung sowie verstellbare Kastrierhalter.  mehr dazu

Impfung gegen Ebergeruch auch im ökologischen Landbau aus Tierschutzgründen sinnvoll

Der Ausschuss für ökologischen Landbau der EU-Kommission vertritt die Auffassung, dass die Immunokastration nicht den Prinzipien des ökologischen Landbaus entspräche. Ein Eingriff in das Hormonsystem der Tiere stehe der ökologischen Grundidee entgegen. Somit sei nur eine chirurgische Kastration nach Betäubung für ökologisch arbeitende Schweinebestände akzeptabel. Dem widerspricht die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz e.V. energisch. Bei dem Impfstoff zur Verhinderung des Geschlechtsgeruchs des Fleisches männlicher Schweine handelt es sich nämlich nicht um ein Hormon, sondern um ein hormonell vollkommen inaktives synthetisches Imitat eines körpereigenen Botenstoffs. Das geimpfte Tier bildet dagegen Antikörper und diese unterbinden die Einlagerung von Androstenon und Skatol im Fettgewebe der männlichen Schweine, was den unerwünschten Geschlechtsgeruch verursacht. Die TVT fordert, die Diskriminierung der Immunokastration durch Teile des ökologischen Landbaues und einige Agrarpolitiker zu beenden.

 mehr dazu

German Genetic fordert massive Unterstützung für notwendige bauliche Betriebsentwicklungsmaßnahmen

"Mit der aktuell vom Bundesrat getroffenen Entscheidung zum Kastenstand bzw. zur Abferkelbucht innerhalb der  Tierschutz/Nutztierhaltungsverordnung wurden politische Befindlichkeiten vor die Belange der Praxis und Vernunft gestellt. Zusätzliches Tierwohl kann zukünftig fast nur noch mit Neubaumaßnahmen im Deckzentrum realisiert werden, was für viele gewachsene und meist kleinere Betriebe finanziell aber auch planungstechnisch nahezu unmöglich ist", heißt es in einer aktuellen Pressemeldung Schweinezuchtverbandes BW / German Genetic.  mehr dazu

Bundeskabinett setzt Zukunftskommission Landwirtschaft ein

Das Bundeskabinett hat heute zugestimmt, die Zukunftskommission Landwirtschaft einzusetzen. Die Einsetzung war wesentliches Ergebnis des Agrargipfels, zu dem Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, rund 40 landwirtschaftliche Verbände eingeladen hatten. Die Kommission soll unter Einbindung von Praktikern, Wissenschaftlern und gesellschaftlichen Akteuren, insbesondere Umwelt-, Tierschutz- und Verbraucherverbänden, praxistaugliche Empfehlungen erarbeiten für eine produktive und ressourcenschonende Landwirtschaft. Es geht darum, ein übergreifendes gemeinsames Verständnis zu entwickeln, wie mehr Tierwohl, Biodiversität, Klima- und Umweltschutz mit den fundamentalen Aufgaben der Erntesicherung und der ökonomischen Tragfähigkeit – gerade auch für die vielen Familienbetriebe – zusammengebracht werden können.  mehr dazu

BBV stellt Mustervorlagen zur Verfügung

Im Zuge der Düngeverordnung ist nahezu das ganze Wittelsbacher Land im Kreis Aichach-Friedberg ein so genanntes Rotes Gebiet. Der Bauernverband begleitet die Situation seit Jahren fachlich, politisch und rechtlich. Bereits seit 2019 wurde dazu auf Landesebene eine Musterklage unterstützt, die vor kurzem im Eilantrag Erfolg hatte. Der Bayerische Bauernverband stellt Mustervorlagen zur Verfügung  mehr dazu

"Green Deal" funktioniert nicht ohne alle Akteure der Lebensmittelkette

Die Agrar- und Ernährungspolitikerin der CSU im Europäischen Parlament, Marlene Mortler, hat am gestrigen Dienstag zu einer Videokonferenz geladen. Unter dem Titel "Der Green Deal und die Sicht der Landwirtschaft" – Die EU Strategie ‚Vom Hof auf den Teller‘" hat die Europa-Abgeordnete zusammen mit hochrangigen Experten den komplexen Themenkreis diskutiert. Die "Farm to fork"-Strategie betreffe die gesamte Lebensmittelkette, vom Acker bis zum Teller. Dabei stehe am Anfang die Landwirtschaft als Rohstofferzeuger. "Gerade die Corona-Krise hat gezeigt, dass diese Branche ein systemrelevanter Teil der Gesellschaft ist. Doch selbst in der aktuellen Ausnahmesituation sehen sich Landwirte mit wachsender Kritik und immer neuen gesetzlichen Auflagen konfrontiert", leitete Mortler die Videokonferenz ein. "Wie müssen wir also die Zukunft der Landwirtschaft und die Lebensmittelproduktion gestalten, sodass Ökonomie, Ökologie und Soziales im Gleichgewicht bleiben?", fragte die CSU-Politikerin die rund 70 Teilnehmer.  mehr dazu


open_in_newWeitere Fachinformationen auf der ZDS-Seite