Informationen rund um die Schweinehaltung

Stabile Nachfrage nach Schweinefleisch

SuS, Ausgabe 5.2026 - Der Schweinefleischkonsum in Deutschland zeigt sich stabiler, als manche Entwicklungen der vergangenen Jahre vermuten lassen. Zwar ist der Pro-Kopf-Verbrauch langfristig zurückgegangen, zuletzt hat er sich jedoch auf einem vergleichsweise konstanten Niveau eingependelt. 2025 wurden durchschnittlich 28,3 Kilogramm Schweinefleisch pro Person verzehrt. Damit bleibt Schweinefleisch mit einem Anteil von knapp 52 Prozent die wichtigste Fleischart in Deutschland. Auch der Blick auf das laufende Jahr stimmt zuversichtlich: Der endgültige Pro-Kopf-Verbrauch für 2026 wird zwar erst nach Jahresende feststehen. Die bisherigen Entwicklungen bei den Schweineschlachtungen deuten jedoch darauf hin, dass Schweinfleisch weiterhin ein fester Bestandteil auf dem Speiseplan ist. Für die Schweinebranche ist das eine positive Nachricht!  mehr dazu

Deutschland braucht einen neuen Zerlegeversuch

SuS, Ausgabe 5.2026 - Die gewebliche Zusammensetzung des Schweineschlachtkörpers bildet eine zentrale Datengrundlage für die Schlachtkörperbewertung, die Zucht und die Verarbeitung. Der letzte umfassende, repräsentative Zerlegeversuch liegt Jahre zurück. Seitdem haben sich Genetik, Fütterung, Zuchtziele und die Anforderungen der Fleischwirtschaft weiterentwickelt. Ob die bisherigen Daten die heutige Schweinepopulation noch ausreichend abbilden, ist daher eine berechtigte Frage. Ein neuer Zerlegeversuch würde aktuelle und belastbare Daten unteranderem über Fleisch, Fett, Knochen, Sehnen und Schwarte liefern. Diese Daten sind notwendig, um bestehende Klassifizierungs- und Schätzformeln zu überprüfen und an die heutige Schweinepopulation anzupassen.  mehr dazu

Europarecht – GMO und EmpCo

SuS, Ausgabe 5.2026 - § 168 der Gemeinsamen Marktordnung soll als ein Instrument zur Stärkung der Stellung landwirtschaftlicher Erzeuger innerhalb der Wertschöpfungskette dienen. Durch verbindlichere und transparentere Vertragsbeziehungen sowie die Bündelung des Angebots über Erzeugerorganisationen soll die strukturell schwächere Verhandlungsposition der landwirtschaftlichen Betriebe gegenüber Verarbeitung und Handel verbessert werden. Die Vorschrift beeinflusst damit nicht nur die Vertragsgestaltung, sondern mittelbar auch die Verteilung von Risiken, Verhandlungsmacht und Wertschöpfung entlang der Agrar- und Lebensmittelkette. Was zunächst gut gemeint ist, muss jedoch kritisch hinterfragt werden. Nur weil durch die Anwendung dieses Rechtsaktes eine Vertragspflicht besteht, heißt dies noch lange nicht, dass der Vertrag auch beide Parteien zufriedenstellt. Fakt ist, dass aktuell ein sehr großes Ungleichgewicht in der Vertragsgestaltung vorherrscht und einzelne Akteure dies auch bewusst auskosten. Wie Deutschland mit dieser europäischen Rahmengesetzgebung umgehen wird und ob auch vertragliche Mindestanforderungen seitens des Bunds erlassen werden könnten, steht aktuell noch zur Diskussion.  mehr dazu

Umbau der Tierhaltung – Antragsfrist endete im August

SuS, Ausgabe 5.2026 - Die Enttäuschung über das vorzeitige Aus des Bundesprogramms Umbau Tierhaltung (BUT) wurde immer wieder erklärt, denn der Rückfall zum Agrarinvestitionsförderprogramm (AFP) ist in den allermeisten Regionen Deutschlands ein erheblicher Rückschritt und damit eine Stallbaubremse. Auch die Erweiterung des potenziellen Fördertopfs in Niedersachsen kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass durch eine gleichzeitige Anhebung der Förderbedingungen fast kein Landwirt in der Lage sein wird, Geld aus dem Programm zu beziehen. Im September 2026 kann zum BUT vorläufig zusammengetragen werden, dass von den 974 gestellten Anträgen zu diesem Zeitpunkt 492 bewilligt wurden. Die Höhe der beantragten Zuwendungen liegt bei rd. 806,6 Mio. €. Niedersachsen ist mit 333 Förderanträgen der größte Antragssteller, darauf folgt Nordrhein-Westfalen mit 249 Anträgen, Bayern (136) und Baden-Württemberg (131) liegen auf einem gleichen Niveau. 376 Landwirte beantragten eine Fördersumme von 500.000 – 2 Mio. €, 325 Landwirte beantragten eine Fördersumme von über 2 Mio. €, unter 500.000 € wurden von 133 Landwirten beantragt und über 5 Mio. € von 22 Landwirten. Viele Anträge befinden sich nun noch in der Prüfung – wann der finale Strich unter das Zahlenwerk gemacht werden kann, ist derzeit noch nicht abzusehen.  mehr dazu

ITW stellt die Weichen

SuS, Ausgabe 5.2026 - Die Diskussionen um die nahe Zukunft der ITW sind beendet. Landwirtschaft, Schlachtung und der Lebensmitteleinzelhandel einigten sich im August auf eine Fortführung des Fonds und damit eine Verschiebung der Umsetzung des Wirtschaftsmodells bis zum Mai 2027. Hierfür werden Gelder genutzt, die bei der ITW schon vorliegen. Wichtig an dieser Stelle ist aber, dass sich alle Beteiligten für die Umsetzung der Nämlichkeit und des Wirtschaftsmodells aussprechen. Ein Abweichen oder zurückrudern kann hierbei nicht erwartet werden. Zuletzt erhöhte sich der Grad der Nämlichkeit erheblich durch verschiedene Informationsveranstaltungen und Aufrufe sich mit der Thematik zu beschäftigen. Fakt ist aber, dass die Verfügbarkeit nämlicher Ware regional sehr unterschiedlich ausfällt. Der nächste wichtige Meilenstein der ITW wird die Verlängerung / Neufassung der Branchenvereinbarung sein. Die bisherige Vereinbarung läuft Ende 2027 aus. Akteure der Landwirtschaft, Schlachtung und des LEH arbeiten an einer Fortführung.  mehr dazu

GAP 2028: Ökologie, Ernährung und Tierhaltung ausgewogen fördern

SuS, Ausgabe 5.2026 - Die Neuausrichtung der Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) ab 2028 wird derzeit diskutiert. Der Bundesverband Rind und Schwein e. V. (BRS) fordert eine ausgewogene Förderung der unterschiedlichen Leistungen der Landwirtschaft. Neben Klima-, Umwelt- und Biodiversitätsleistungen müssten auch die Erzeugung heimischer Lebensmittel, Ernährungssicherung und der Erhalt einer leistungsfähigen Nutztierhaltung stärker berücksichtigt werden. Aus Sicht des BRS steht die heimische Produktion tierischer Lebensmittel nicht im Gegensatz zu ökologischen Zielen. Im Gegenteil, sie ist ein wichtiger Baustein für Versorgungssicherheit, regionale Wertschöpfung und resiliente Agrarstrukturen. Um den Strukturwandel in der Nutztierhaltung aufzuhalten und Investitionen in Tierwohl und zukunftsfähige Haltungssysteme zu ermöglichen, schlägt der BRS eine Weiterentwicklung der Förderung vor. Kernpunkt ist eine Veredelungsprämie für Nutztiere, die unabhängig von der Tierart gezahlt werden soll und sich durch eine Neujustierung bisheriger Direktzahlungen finanzieren lässt.  mehr dazu

Tierhaltungskennzeichnung – Diskussion reißt nicht ab

SuS, Ausgabe 5.2026 - Über vier Jahre beschäftigt das Tierhaltungskennzeichnungsgesetz (THKG) nun die Schweinebrache. Aktuell ist das 2023 verabschiedete Gesetz noch bis Ende 2026 ausgesetzt und würde, wenn die Politik sich zu keiner Entscheidung durchringt, am 01.01.2027 Inkrafttreten. Die Akteure der Wertschöpfungskette haben aus ihrer jeweiligen Perspektive immer wieder darauf hingewiesen, dass die Umsetzung der sogenannten "2023er-Fassung" fatal wäre. Weil vor allem die SPD-Fraktion immer wieder signalisiert hat, dass eine vollumfängliche Abschaffung des Gesetzes für sie keine Option darstellt, erarbeitete die Verbändeallianz an einem vollumfänglichen Konzept, wie der Novellierungsentwurf zum THKG vom Anfang des Jahres EU-rechtlich umgesetzt werden könnte. Wo sich Landwirtschaftsminister Rainer und auch die Regierungsfraktionen durchaus gesprächs- und kompromissbereit zeigen, sind auf Arbeitsebene des Ministeriums keinerlei Impulse erkennbar, sich mit den Beteiligten auszutauschen. Welche Strategie das Ministerium hiermit verfolgt, ist für den Bundesverband Rind und Schwein e.V. (BRS) zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht ersichtlich. Für den BRS ist klar, wenn das Gesetz nicht vollumfänglich überarbeitet wird – dazu gehören zwingend die Einbeziehung ausländischer Ware, umfassende "Dowangradingmöglichkeiten" und die Erweiterung auf den Außer-Haus-Verzehr – dann muss das Gesetz abgeschafft werden; die Fassung von 2023 darf unter keinen Umständen Inkrafttreten.  mehr dazu

BRS begrüßt Kanibers Vorstoß: Ernährungssicherheit muss Teil der nationalen Sicherheitsvorsorge sein

Der BRS begrüßt die Forderung von Bayerns Ernährungsministerin Michaela Kaniber, die Lebensmittelversorgung stärker in der deutschen Sicherheitsvorsorge zu verankern. Damit bestätigt sie zentrale Anliegen, auf die der BRS bereits hingewiesen hat. Kaniber betont, dass Ernährungssicherheit bei der Erzeugung beginnt und heimische Produktionskapazitäten nicht kurzfristig wiederhergestellt werden können. Auch ihre Warnung vor einer wachsenden Importabhängigkeit durch den Abbau der Nutztierhaltung unterstreicht die Position des BRS. Denn die Tierhaltung sichert nicht nur die Versorgung mit hochwertigen Lebensmitteln, sondern trägt auch wesentlich zu regionalen Nährstoffkreisläufen bei. Der BRS fordert deshalb verlässliche politische Rahmenbedingungen und langfristige Investitionssicherheit, um die heimische Nutztierhaltung wirtschaftlich tragfähig weiterzuentwickeln. Ernährungssicherheit muss ein fester Bestandteil der nationalen Sicherheitsvorsorge sein.  mehr dazu

Großer Schweinetag Schleswig-Holstein 2026: Fachforen und Austausch in Futterkamp

Am 25. November 2026 findet im LVZ Futterkamp der Große Schweinetag Schleswig-Holstein statt. Drei Fachforen zu Fütterung, Marktentwicklungen und Betriebsführung bieten aktuelle Einblicke und Gelegenheit zum fachlichen Austausch.  mehr dazu

Fünf Bundesländer übergeben gemeinsamen Forderungskatalog an die Bundesregierung

Die Agrarminister:innen von Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen haben heute im Bundeskanzleramt einen gemeinsamen Forderungskatalog zur künftigen Ausgestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik der Europäischen Union (GAP) übergeben. Darin weisen sie auf die erheblichen Nachteile der derzeitigen Planungen für die ostdeutsche Landwirtschaft und die ländlichen Räume hin. Die fünf Länder bitten die Bundesregierung, die besonderen Strukturen und Interessen der ostdeutschen Landwirtschaft bei den anstehenden Verhandlungen über den mehrjährigen Finanzrahmen der EU und die europäische Förderarchitektur ab 2028 angemessen zu berücksichtigen und auf eine entsprechende Kurskorrektur hinzuwirken. Im Mittelpunkt stehen drei gemeinsame Anliegen: Die GAP muss auch künftig finanziell verlässlich und auskömmlich ausgestattet sein und Planungssicherheit für die gesamte Förderperiode bieten. Eine verpflichtende Kappung und Degression der Einkommensstützung lehnen die fünf Länder ab. Zugleich soll die Förderung der ländlichen Entwicklung auch in der künftigen europäischen Förderarchitektur dauerhaft und mit ausreichenden finanziellen Spielräumen abgesichert werden.  mehr dazu

BRS begrüßt Verlängerung der TA-Luft-Fristen

Der Bundesverband Rind und Schwein e.V. (BRS) begrüßt den am 7. Oktober vom Bundeskabinett auf den Weg gebrachten Beschluss zur Verlängerung der Umsetzungsfristen der Technischen Anleitung zur Reinhaltung der Luft (TA-Luft) bis Ende 2029. "Dass die bisherigen Fristen angepasst werden sollen, wurde schon vor einiger Zeit angekündigt. Gut ist es, dass nun Klarheit geschaffen wird", erklärt Dr. Haiko Hofmann vom BRS.  mehr dazu

Antibiotikaabgabe in der Tiermedizin weiter auf niedrigem Niveau

Die Menge der in der Tiermedizin abgegebenen Antibiotika ist in Deutschland im Jahr 2025 nur marginal gesunken. Wie das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) mitteilte, wurden mit rund 562 Tonnen (t) Antibiotika nahezu die gleiche Menge wie im Vorjahr an die Tierärzteschaft und weitere Empfänger abgegeben. "Nach der deutlichen Reduktion von über zwei Dritteln der Antibiotika-Abgabemengen seit Beginn der Erfassung im Jahr 2011 stabilisieren sich die Mengen in den letzten Jahren auf einem niedrigen Niveau", sagt die Präsidentin des BVL, Prof. Dr. Gaby-Fleur Böl. "Insbesondere der deutliche Rückgang der Abgabemenge des von der WHO als kritisch eingestuften Wirkstoffs Colistin im Jahr 2025 ist als Erfolg zu bewerten." Der Anstieg der Antibiotikagaben um 6,4 Prozent im vergangenen Jahr war auf gesetzliche Änderungen bzw. Änderungen bei der statistischen Erfassung zurückzuführen. So wurde die zusätzliche Erfassung der an Apotheken, Veterinärbehörden und Hochschulen abgegebenen Mengen durch pharmazeutische Großhändler eingeführt. Seit Anfang 2023 unterliegen zudem Betriebe mit Milchkühen ab einer bestimmten Bestandsgröße der Mitteilungspflicht.  mehr dazu

Umsetzung regionaler Nährstoffkonzepte bei der Gülleaufbereitung – SlurryUpgrade

In Deutschland fallen jährlich über 200 Mio. m³ flüssiger Wirtschaftsdünger an, der mineralische Düngemittel teilweise ersetzen kann. Angesichts steigender Düngerpreise gewinnt die Aufbereitung von Gülle zunehmend an Bedeutung. Für die Bewertung der Verfahren sind jedoch Kenntnisse über Nährstoffverteilung, Massenabtrenngrade, Düngewirkung und Energiebedarf erforderlich. Im Modell- und Demonstrationsvorhaben SlurryUpgrade werden rund 30 Praxisbetriebe in Bayern, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen untersucht. Im Fokus stehen Separation, Trocknung und Vakuumverdampfung. Dabei werden wichtige Verfahrenskennzahlen erfasst und die Düngewirkung aufbereiteten Wirtschaftsdüngers anhand von Demonstrationsstreifen untersucht. Der Stickstoffversorgungsstatus der Kulturen wird unter anderem mittels Drohnenaufnahmen und N-Tester dokumentiert. Vom 27. bis 28. Oktober 2026 findet die Abschlussveranstaltung des Modell- und Demonstrationsvorhabens SlurryUpgrade statt. Im Rahmen einer zweitägigen Veranstaltung werden aktuelle Projektergebnisse und praxisnahe Erkenntnisse rund um die Gülleaufbereitung sowie ein ganzheitliches Wirtschaftsdüngermanagement präsentiert.  mehr dazu

BZL macht fit für KI in der beruflichen Bildung

Wie verändert Künstliche Intelligenz (KI) unser landwirtschaftliches Bildungssystem? Mit dieser Frage beschäftigte sich das Bundeszentrum für Landwirtschaft (BZL) in zwei Formaten: Beim 5. BZL-Bildungsforum in der DEULA Nienburg erfuhren die rund 100 Teilnehmenden aus den Bereichen landwirtschaftliche Berufsbildung, Ministerien, Wissenschaft und Verwaltung sowie landwirtschaftliche Berufs- und Fachschulen mehr über die Chancen und Risiken von KI. Zusätzlich widmet sich der September-Schwerpunkt der "B&B Agrar" den Potenzialen und Grenzen generativer KI in der Unterrichts-, Ausbildungs- und Prüfungspraxis. Die neuen Artikel sind ab sofort unter www.bildungsserveragrar.de/bb-agrar/aktueller-schwerpunkt zu finden.  mehr dazu

29. Bundeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" startet

Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) startet den 29. Bundeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft". Gesucht werden Dorfgemeinschaften, die gemeinsam anpacken und ihren Ort mit Ideenreichtum und Engagement lebenswert und zukunftsfähig gestalten. Mitmachen können Dörfer sowie Gemeinschaften benachbarter Dörfer mit bis zu 3.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Die Wettbewerbsrunde läuft von 2027 bis 2029. Weitere Informationen zum 29. Bundeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" sowie zu Teilnahmebedingungen und Ansprechpartnern in den Ländern gibt es hier.  mehr dazu

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