Informationen rund um die Schweinehaltung
Digitaler Datenaustausch: Zwischenbilanz zur Vernetzung in der Landwirtschaft
Mitte September 2026 zogen die elf vom BMLEH geförderten Verbundforschungsprojekte zur Verbesserung des digitalen Datenaustauschs in der Landwirtschaft in Bonn eine Zwischenbilanz. Im Fokus steht die bessere Vernetzung digitaler Systeme entlang der landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette. Drei projektübergreifende Arbeitsgruppen entwickeln dazu Lösungen für Datenräume, Schnittstellen, Sensorik und praxisnahe Anwendungen. Erste Ergebnisse zeigen, wie Sensordaten künftig einfacher ausgetauscht und genutzt werden können. Damit sollen digitale Technologien schneller in die Praxis gelangen und Arbeitsabläufe effizienter und verlässlicher werden.
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Rainer: Neustart mit der Türkei im Agrarhandel
Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer reiste als erster deutscher Landwirtschaftsminister seit zehn Jahren in die Türkei. Im Mittelpunkt seines Antrittsbesuchs standen die Vertiefung der Zusammenarbeit im Agrar- und Lebensmittelsektor sowie der Ausbau der Handelsbeziehungen. In Ankara unterzeichneten Rainer und sein türkischer Amtskollege Ibrahim Yumakli eine gemeinsame Absichtserklärung. Rainer betonte, die Zusammenarbeit solle neuen Schub für deutsche Agrar- und Ernährungsexporte bringen. Geplant sind unter anderem ein Ausbau des Handels mit Gütern und Technik sowie eine stärkere Forschungskooperation.
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Bauernhof-Erlebnispädagogik in NRW - LandWissen mit allen Sinnen erfahren
Einblicke in die vielseitigen Kursangebote der qualifizierten Bauernhofpädagoginnen und Bauernhofpädagogen bietet die neu aufgelegte
Broschüre "Bauernhof-Erlebnispädagogik in NRW". 117 Betriebsleiterinnen und Betriebsleiter präsentieren ihr Angebot und stellen ihren persönlichen Beitrag zum nachhaltigen Handeln vor.
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KTBL Wirtschaftlichkeitsrechner Tier - inhaltlich und technisch weiterentwickelt
Der
KTBL-Wirtschaftlichkeitsrechner Tier" vom Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft e.V. unterstützt bei der Planung und Kalkulation konventioneller und ökologischer Produktionsverfahren in der Nutztierhaltung. Die kostenfreie Online-Anwendung eignet sich für die betriebliche Praxis ebenso wie für Ausbildung, Studium und wissenschaftliche Betrachtungen. Für zahlreiche Tierarten und Produktionsrichtungen wie Aufzucht und Mast lassen sich Produktionsverfahren individuell anpassen. Preise und Mengen können verändert und verschiedene Varianten kalkuliert werden. Der Rechner ermittelt unter anderem Leistungen, Direktkosten, Deckungsbeiträge, Arbeitszeitbedarf und Arbeitserledigungskosten. Ergänzend bietet die Anwendung Verlinkungen zur KTBL-Anwendung BauKost". Dort finden sich Informationen zu Stallgebäuden, Investitionsbedarf, Baukosten und Haltungsverfahren.
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Finanzämter in Mecklenburg-Vorpommern werden Anträge landwirtschaftlicher Betriebe vorrangig bearbeiten
Die landwirtschaftlichen Betriebe in Mecklenburg-Vorpommern sehen sich derzeit mit wirtschaftlichen Herausforderungen konfrontiert. Gestiegene Produktionskosten und Mindererträge bei einzelnen wirtschaftlich bedeutsamen Kulturen – insbesondere beim Winterraps – belasten die Ertragslage und können zu Liquiditätsengpässen führen. Das Ministerium für Finanzen und Digitalisierung Mecklenburg-Vorpommern hat die Finanzämter des Landes deshalb angewiesen, Anträge auf Herabsetzung steuerlicher Vorauszahlungen sowie auf Stundung fälliger Steuerzahlungen vorrangig zu bearbeiten.
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Beraterhochschultagung 2026 - Zukunft der landwirtschaftlichen Beratung – Kompetenzen im KI-Zeitalter
Bei der Beraterhochschultagung der Landwirtschaftskammer Niedersachsen werden aktuelle und zukünftige Anforderungen an die landwirtschaftliche Beratung beleuchtet. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Kompetenzen im Zeitalter der künstlichen Intelligenz erforderlich sind. Fachvorträge geben Einblicke in die Einsatzmöglichkeiten und Grenzen von KI sowie in die soziale Dimension bei der Beratung von landwirtschaftlichen Betrieben.
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Mykotoxin-Belastung von Weizenkleie: Ergebnisse aus Bayern (2016-2024)
Proteinmarkt - Weizenkleie ist ein Nebenprodukt der Mehlherstellung und kann als Futtermittel für Schweine, Wiederkäuer und Geflügel verwendet werden. Sie wird gerne als klassisches Faserfuttermittel verwendet, aber auch die hohe Lysin-Konzentration im Rohprotein macht sie für die Ernährung von Monogastriern interessant. In der bayerischen Praxis wird Weizenkleie jedoch bislang nur in begrenztem Umfang eingesetzt, insbesondere in der Schweinefütterung. Dies ist vor allem auf die Sorge vor einer möglichen Belastung mit Mykotoxinen zurückzuführen.
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EU-Auditprogramm 2027: Fünf Prüfungen in Deutschland geplant
ADT - Die Europäische Kommission hat am 3. September 2026 ihr Lebensmittel- und Veterinärauditprogramm für 2027 veröffentlicht. Insgesamt sind 144 Audits und acht Informationsbesuche vorgesehen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Kontrolle von Drittlandseinfuhren und EU-Grenzkontrollstellen. Für Deutschland sind vier Audits und ein Informationsbesuch geplant. Die Prüfungen betreffen folgende Bereiche:
- Tiergesundheit: Sofortmaßnahmen gegen die Vogelgrippe
- Antibiotikaresistenz: Anwendung von Tierarzneimitteln
- Futtermittelsicherheit: Futtermittelhygiene
- Einfuhrkontrollen: Einfuhr lebender Tiere und tierischer Erzeugnisse
- Informationsbesuch: Zoonotische Influenzaviren im Rahmen des One-Health-Ansatzes
Die Auswahl der Themen basiert unter anderem auf rechtlichen Anforderungen, gesundheitlichen Risiken, Handelsvolumen, Verstößen und Ergebnissen früherer Prüfungen. Das Programm kann im Jahresverlauf an neue Entwicklungen angepasst werden.
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BRS-Politikbrief 3/2026 "Tierhaltung stärken, Zukunft sichern"
BRS fordert anlässlich der Agrarministerkonferenz verlässliche Rahmenbedingungen für heimische Tierhaltung
In seiner Stellungnahme betont der Verband die Bedeutung der Tierhaltung für Ernährungssicherheit, regionale Wertschöpfung und vitale ländliche Räume. Angesichts geopolitischer Krisen und zunehmender Unsicherheiten müsse die Versorgung mit heimischen Lebensmitteln wieder stärker in den Mittelpunkt der Agrarpolitik rücken. Hohe Kosten, Bürokratie, zunehmende Regulierung und fehlende Planungssicherheit belasteten die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe.
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BRS zur Agrarministerkonferenz: Tierhaltung stärken, Zukunft sichern
Anlässlich der Agrarministerkonferenz in Würzburg fordert der Bundesverband Rind und Schwein (BRS) von Bund und Ländern eine verlässliche Agrarpolitik zur Sicherung der heimischen Tierhaltung. In seiner Stellungnahme betont der Verband die Bedeutung der Tierhaltung für Ernährungssicherheit, regionale Wertschöpfung und vitale ländliche Räume. Angesichts geopolitischer Krisen und zunehmender Unsicherheiten müsse die Versorgung mit heimischen Lebensmitteln wieder stärker in den Mittelpunkt der Agrarpolitik rücken. Hohe Kosten, Bürokratie, zunehmende Regulierung und fehlende Planungssicherheit belasteten die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe. Für die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) nach 2028 fordert der BRS eine stärkere Honorierung der Leistungen der Tierhaltung – von der Erzeugung hochwertiger Lebensmittel über die Grünlandnutzung und regionale Nährstoffkreisläufe bis zur Entwicklung ländlicher Räume.
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MSD Tiergesundheit Webinar "Dauerbrenner Salmonellen – was Sie darüber wissen müssen"
Die kostenfreie Webinar-Reihe "Fokus Schwein" bietet schweinehaltenden Betrieben kompakte Informationen zu aktuellen Themen, praxisnahe Lösungsansätze und die Möglichkeit, Fragen direkt an Expertinnen und Experten zu stellen. Im nächsten Webinar am Dienstag, 6. Oktober 2026, von 19:00 bis 20:15 Uhr dreht sich alles um das Thema "Dauerbrenner Salmonellen – was Sie darüber wissen müssen".
Referierende und Themen:
- Dr. Anja Rostalski, TGD Bayern: Salmonellen – Klinik, Beratung und Bekämpfungsmöglichkeiten
- Dr. Ulrike Bernemann, Westfleisch: Bedeutung der Salmonellen für Verbraucher und Schlachthof
- Dr. Lisa Witt, MSD Tiergesundheit: Gesund von innen heraus – warum Darmstabilität ein entscheidender Baustein zum Erfolg sein kann (Praxisfall)
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Smart Cow: Wie KI den Kuhstall der Zukunft verändert
Wie kann Künstliche Intelligenz die Tiergesundheit verbessern, Ressourcen sparen und Emissionen im Kuhstall senken? Dieser Frage widmet sich der Thementalk "Smart Cow: Wie KI den Kuhstall der Zukunft verändert" des Forums Moderne Landwirtschaft. Dr. Ramona Wulf und Lea Fließ zeigen, welche digitalen Lösungen bereits heute in der Milchviehhaltung zum Einsatz kommen, wo ihre Grenzen liegen und wie KI zu einer tiergerechteren, klimafreundlicheren und wirtschaftlicheren Landwirtschaft beitragen kann. Die Veranstaltung findet am 15. Oktober 2026 von 12:00–12:30 Uhr auf der
SCCON auf dem Messegelände Berlin statt.
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Das Management im Stall entscheidet über das Tierwohl
Eine Studie des Thünen-Instituts für Ökologischen Landbau zeigt, dass die Haltungsform allein kein Garant für besseres Tierwohl ist. Entscheidend ist vielmehr, wie die Betriebsinhaberinnen und -inhaber ihre Tiere und Herden managen – unabhängig davon, ob der Betrieb ökologisch oder konventionell wirtschaftet. Die Auswertung von 86 Studien und 623 Vergleichspaaren ergab, dass der Ökolandbau zwar in einigen Bereichen Vorteile bietet, sich in der Mehrheit der Fälle jedoch kein eindeutiger Unterschied zur konventionellen Haltung feststellen ließ. Besonders die Tiergesundheit hängt stärker vom individuellen Management und der Berücksichtigung von Risikofaktoren ab als vom Haltungssystem selbst. Ökologische Vorgaben, etwa zu Platzangebot und Einstreu, können das Tierwohl fördern. Auch Auslauf und Weidegang schaffen bessere Voraussetzungen für artgemäßes Verhalten. Sie ersetzen jedoch kein gutes Management.
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ASP in Hessen - Kein neuer Fall im August 2026
Im August 2026 wurde in Hessen erstmals seit Beginn des ASP-Ausbruchs kein neuer Fall der Afrikanischen Schweinepest festgestellt, meldet der Landesjagdverband Hessen. Die umfangreichen Maßnahmen von Behörden, Tierärzten, Schweinehaltern und Jägerschaft zeigen Wirkung. Dazu zählen unter anderem Zäune, Schutzzonen, intensive Kadaversuchen und die Reduzierung der Wildschweinbestände. Trotz dieser positiven Entwicklung ist weiterhin Vorsicht geboten, da eine vollständige Entwarnung noch nicht möglich ist.
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BRS fordert Krisenvorsorge entlang der gesamten Wertschöpfungskette
Eine krisenfeste Nutztierhaltung braucht mehr als Vorsorge auf den einzelnen Betrieben. Der Bundesverband Rind und Schwein e. V. (BRS) fordert, die gesamte Wertschöpfungskette in die Krisenplanung einzubeziehen – von der Energie- und Futtermittelversorgung über Verarbeitung und Logistik bis hin zu kritischen Dienstleistungen und Zuchtstrukturen. Entscheidend sind dabei praxistaugliche Konzepte, die auch unter realistischen Krisenbedingungen funktionieren. "Gerade in der Nutztierhaltung kann die Produktion im Krisenfall nicht einfach heruntergefahren werden. Tiere brauchen kontinuierlich eine funktionierende Versorgungstechnik", betont der BRS. Die Landwirtschaft sei daher ein elementarer Bestandteil der kritischen Infrastruktur und ihre Krisenvorsorge von gesamtgesellschaftlicher Bedeutung. Mit diesen Überlegungen bringt sich der BRS in die aktuelle Diskussion des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) zur Krisenreaktionsfähigkeit der Land- und Ernährungswirtschaft ein.
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