Die Agrarminister:innen von Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen haben heute im Bundeskanzleramt einen gemeinsamen Forderungskatalog zur künftigen Ausgestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik der Europäischen Union (GAP) übergeben. Darin weisen sie auf die erheblichen Nachteile der derzeitigen Planungen für die ostdeutsche Landwirtschaft und die ländlichen Räume hin. Die fünf Länder bitten die Bundesregierung, die besonderen Strukturen und Interessen der ostdeutschen Landwirtschaft bei den anstehenden Verhandlungen über den mehrjährigen Finanzrahmen der EU und die europäische Förderarchitektur ab 2028 angemessen zu berücksichtigen und auf eine entsprechende Kurskorrektur hinzuwirken. Im Mittelpunkt stehen drei gemeinsame Anliegen: Die GAP muss auch künftig finanziell verlässlich und auskömmlich ausgestattet sein und Planungssicherheit für die gesamte Förderperiode bieten. Eine verpflichtende Kappung und Degression der Einkommensstützung lehnen die fünf Länder ab. Zugleich soll die Förderung der ländlichen Entwicklung auch in der künftigen europäischen Förderarchitektur dauerhaft und mit ausreichenden finanziellen Spielräumen abgesichert werden.
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Der Bundesverband Rind und Schwein e.V. (BRS) begrüßt den am 7. Oktober vom Bundeskabinett auf den Weg gebrachten Beschluss zur Verlängerung der Umsetzungsfristen der Technischen Anleitung zur Reinhaltung der Luft (TA-Luft) bis Ende 2029. "Dass die bisherigen Fristen angepasst werden sollen, wurde schon vor einiger Zeit angekündigt. Gut ist es, dass nun Klarheit geschaffen wird", erklärt Dr. Haiko Hofmann vom BRS.
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Die Menge der in der Tiermedizin abgegebenen Antibiotika ist in Deutschland im Jahr 2025 nur marginal gesunken. Wie das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) mitteilte, wurden mit rund 562 Tonnen (t) Antibiotika nahezu die gleiche Menge wie im Vorjahr an die Tierärzteschaft und weitere Empfänger abgegeben. "Nach der deutlichen Reduktion von über zwei Dritteln der Antibiotika-Abgabemengen seit Beginn der Erfassung im Jahr 2011 stabilisieren sich die Mengen in den letzten Jahren auf einem niedrigen Niveau", sagt die Präsidentin des BVL, Prof. Dr. Gaby-Fleur Böl. "Insbesondere der deutliche Rückgang der Abgabemenge des von der WHO als kritisch eingestuften Wirkstoffs Colistin im Jahr 2025 ist als Erfolg zu bewerten."
Der Anstieg der Antibiotikagaben um 6,4 Prozent im vergangenen Jahr war auf gesetzliche Änderungen bzw. Änderungen bei der statistischen Erfassung zurückzuführen. So wurde die zusätzliche Erfassung der an Apotheken, Veterinärbehörden und Hochschulen abgegebenen Mengen durch pharmazeutische Großhändler eingeführt. Seit Anfang 2023 unterliegen zudem Betriebe mit Milchkühen ab einer bestimmten Bestandsgröße der Mitteilungspflicht.
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In Deutschland fallen jährlich über 200 Mio. m³ flüssiger Wirtschaftsdünger an, der mineralische Düngemittel teilweise ersetzen kann. Angesichts steigender Düngerpreise gewinnt die Aufbereitung von Gülle zunehmend an Bedeutung. Für die Bewertung der Verfahren sind jedoch Kenntnisse über Nährstoffverteilung, Massenabtrenngrade, Düngewirkung und Energiebedarf erforderlich. Im Modell- und Demonstrationsvorhaben SlurryUpgrade werden rund 30 Praxisbetriebe in Bayern, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen untersucht. Im Fokus stehen Separation, Trocknung und Vakuumverdampfung. Dabei werden wichtige Verfahrenskennzahlen erfasst und die Düngewirkung aufbereiteten Wirtschaftsdüngers anhand von Demonstrationsstreifen untersucht. Der Stickstoffversorgungsstatus der Kulturen wird unter anderem mittels Drohnenaufnahmen und N-Tester dokumentiert.
Vom 27. bis 28. Oktober 2026 findet die Abschlussveranstaltung des Modell- und Demonstrationsvorhabens SlurryUpgrade statt. Im Rahmen einer zweitägigen Veranstaltung werden aktuelle Projektergebnisse und praxisnahe Erkenntnisse rund um die Gülleaufbereitung sowie ein ganzheitliches Wirtschaftsdüngermanagement präsentiert.
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Wie verändert Künstliche Intelligenz (KI) unser landwirtschaftliches Bildungssystem? Mit dieser Frage beschäftigte sich das Bundeszentrum für Landwirtschaft (BZL) in zwei Formaten: Beim 5. BZL-Bildungsforum in der DEULA Nienburg erfuhren die rund 100 Teilnehmenden aus den Bereichen landwirtschaftliche Berufsbildung, Ministerien, Wissenschaft und Verwaltung sowie landwirtschaftliche Berufs- und Fachschulen mehr über die Chancen und Risiken von KI. Zusätzlich widmet sich der September-Schwerpunkt der "B&B Agrar" den Potenzialen und Grenzen generativer KI in der Unterrichts-, Ausbildungs- und Prüfungspraxis. Die neuen Artikel sind ab sofort unter www.bildungsserveragrar.de/bb-agrar/aktueller-schwerpunkt zu finden.
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Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) startet den 29. Bundeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft". Gesucht werden Dorfgemeinschaften, die gemeinsam anpacken und ihren Ort mit Ideenreichtum und Engagement lebenswert und zukunftsfähig gestalten. Mitmachen können Dörfer sowie Gemeinschaften benachbarter Dörfer mit bis zu 3.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Die Wettbewerbsrunde läuft von 2027 bis 2029. Weitere Informationen zum 29. Bundeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" sowie zu Teilnahmebedingungen und Ansprechpartnern in den Ländern gibt es hier.
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Für besondere Leistungen im Tierschutz wurde die Strohschweine Sundhausen GmbH am 2. Oktober 2026 beim Festakt des Thüringer Sozialministeriums mit dem Thüringer Tierschutzpreis ausgezeichnet. Ministerin Katharina Schenk überreichte die Auszeichnung für das herausragende Engagement bei der artgerechten Haltung von Nutztieren an Geschäftsführerin Dr. Britta Becke und ihr Team. Die Strohschweine GmbH Sundhausen gehört zum Firmenverbund der Agrargenossenschaft Kirchheilingen. Rund 130 Sauen, 270 Ferkel und 850 Mastschweine werden in einem bis 2023 umgebauten Stall im geschlossenen System auf Stroh gehalten. Ein großzügiges Platzangebot und die Freiaufhaltung der Sauen schaffen besonders tiergerechte Bedingungen. Dr. Britta Becke ist Mitglied im Fachbeirat Schwein und war zuvor im Vorstand des Bundesverbandes Rind und Schwein e. V. (BRS) tätig.
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Proteinmarkt - Global betrachtet ist die Körnerhirse die fünftwichtigste Getreideart. Aufgrund ihrer hohen Toleranz gegenüber Trockenheit kann sie insbesondere bei lang anhaltenden Trockenperioden punkten, wie sie auch in Deutschland immer häufiger auftreten. Sie zeichnet sich zudem durch eine gute Standfestigkeit, eine hohe Stickstoffverträglichkeit sowie einen hohen Nährstoffgehalt bei stabiler Ertragslage aus. Körnerhirse kann in Trockenlagen eine Alternative zu Weizen und Gerste und bei Auftreten des Westlichen Maiswurzelbohrers eine Alternative zu Körnermais in der Schweinefütterung darstellen. In der vorliegenden Untersuchung wurden hohe Anteile von Körnermais in Rationen für Mastschweine durch Körnerhirse ersetzt.
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Im Oktober startet BHZP Bundeshybridzuchtprogramm eine neue kostenlose Webinarreihe rund um den Sauenplaner und die digitalen Lösungen der db.Software. An vier Dienstagabenden erhalten Sauenhalter und Interessierte praxisnahe Tipps, wie sich die tägliche Dateneingabe vereinfachen, Auswertungen gezielt nutzen und digitale Aufgaben effizient erledigen lassen. Die jeweils einstündigen Online-Seminare beginnen um 19 Uhr und widmen sich unterschiedlichen Schwerpunkten: von praktischen Funktionen und Auswertungsmöglichkeiten im db.Planer über HIT- und TAM-Meldungen bis hin zur mobilen Datenerfassung per App und Online-Sauenplaner. Die Teilnahme ist kostenlos. Interessierte können einzelne Termine auswählen oder die gesamte Webinarreihe besuchen. Termine: 6., 13., 20. und 27. Oktober 2026, jeweils ab 19 Uhr. Informationen und Anmeldung finden Sie auf der Seite von BHZP.
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Der Bundesverband Rind und Schwein e.V. (BRS) hat sich gemeinsam mit weiteren Verbänden der Land- und Forstwirtschaft und des Ländlichen Raumes an einem offenen Brief an Bundeskanzler Friedrich Merz beteiligt. Die Verbände appellieren an die Bundesregierung, den angekündigten Reformkurs jetzt entschlossen voranzutreiben und konkrete Verbesserungen für die heimische Land- und Forstwirtschaft auf den Weg zu bringen.
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Das Bundeskabinett hat den vom Bundesministerium der Finanzen (BMF) vorgelegten Gesetzentwurf zur Fortentwicklung von Kassenaufzeichnungen und zur Bekämpfung von Steuerhinterziehung sowie zur weiteren Digitalisierung handels- und steuerrechtlicher Aufzeichnungen beschlossen, der ab einem Gesamtumsatz von 100.000 Euro pro Jahr die Einführung einer elektronischen Kassenpflicht zum 1. Januar 2028 vorsieht. Der Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Alois Rainer, hat sich dafür eingesetzt, dass für die Land- und Forstwirtschaft eine Ausnahme von der Kassenpflicht gilt.
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Aviäre Influenza ("Vogelgrippe") und Afrikanische Schweinepest (ASP) betreffen nicht nur die Tiergesundheit. Die Tierseuchen können auch Auswirkungen auf landwirtschaftliche Betriebe, Verbraucherinnen und Verbraucher, Märkte und das gesellschaftliche Leben haben. Im europäischen Forschungsprojekt WiLiMan-ID werden daher die sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen von Tierseuchen aus Sicht verschiedener Betroffener untersucht. Gesucht werden Geflügelhalterinnen und Geflügelhalter, Schweinehalterinnen und Schweinehalter sowie Verbraucherinnen und Verbraucher, die an einer Befragung teilnehmen möchten. Die Erfahrungen und Einschätzungen der Teilnehmenden sollen dazu beitragen, unterschiedliche Perspektiven auf die Auswirkungen von Tierseuchen in die Forschung einzubeziehen. Die Teilnahme ist anonym und bis zum 15. November 2026 möglich.
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EDEKA Nordbayern-Sachsen-Thüringen hat weitere Verträge mit Schweinehaltern aus dem Bauernschätze-Programm fristlos bzw. kurzfristig gekündigt. Betroffen sind Betriebe, die weiterhin an den ursprünglich langfristig vereinbarten Kostpreis-Modellen festgehalten hatten und teilweise erhebliche Investitionen in Tierwohlställe getätigt haben. Als Begründung führt EDEKA unter anderem die aktuelle Marktlage, die Wettbewerbssituation und eine wirtschaftliche Unzumutbarkeit des Kostpreis-Modells an. Die ISN Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands e.V. kritisiert dieses Vorgehen deutlich und kündigt an, die betroffenen Mitgliedsbetriebe auch im Rahmen einer Musterklage zu unterstützen. Die ISN sieht in den Kündigungen zudem ein problematisches Signal für das Vertrauen in langfristige Lieferverträge und fordert eine faire Gestaltung der Vertragsbeziehungen zwischen Landwirtschaft und Lebensmittelhandel.
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Der Bundesverband Rind und Schwein (BRS) spricht sich dafür aus, die gekoppelte Einkommensstützung in der GAP 2028–2034 gezielt um eine Veredelungskomponente für relevante Nutztierarten weiterzuentwickeln. Tierhaltende Betriebe sollen damit entsprechend ihrer Leistungen für Ernährungssicherung, Grünlandnutzung und weitere ökologische Funktionen stärker berücksichtigt werden.
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Forschende aus Südkorea und Bangladesch haben ein System entwickelt, das mithilfe von Computer Vision und maschinellem Lernen Verhaltensveränderungen bei Schweinen erfassen kann. Die Ergebnisse zeigen Potenzial für eine automatisierte Erkennung von Belastungssituationen wie Hitzestress, unzureichender Belüftung und Infektionen.
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