Informationen rund um die Schweinehaltung

Schweinemarkt: Keine schnelle Hilfe in Sicht

Wie die Bauernzeitung heute berichtet, soll nach der Videokonferenz zwischen Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner mit den Kolleginnen und Kollegen der Bundesländer am heutigen Freitag geprüft werden, inwieweit die für Coronaschäden vorgesehenen Novemberhilfen auch von Schweinehaltern genutzt werden können. In der laufenden Woche hatte das Thüringer Agrarministerium bereits den Thüringer Schweinehaltern empfohlen, die bestehenden Fördermöglichkeiten zu nutzen. Allerdings können die staatlichen Auflagen oder Schließungen infolge der Pandemie, an die die Coronahilfen des Bundes (Überbrückungshilfe II; Novemberhilfe)  gebunden sind, nicht 1:1 auf die Situation der Schweinebranche übertragen werden. Da es sich um "indirekte Marktauswirkungen" handelt, muss durch das Bundeswirtschaftsministerium noch geprüft werden, wie betroffene Schweinehalter dennoch in diese Coronahilfen einbezogen werden können. Zur Sprache kamen auch Überlegung zur staatlichen Förderung eines Bestandsabbaus, die jedoch von der Bundesministerin mit Vorsicht entgegnet wurde.   mehr dazu

Kaniber: „Was bei COVID-19 möglich war, sollten wir auch bei der Afrikanischen Schweinepest versuchen“

Angesichts der dramatischen Lage auf dem Schweinesektor hat Bayerns Agrarministerin Michaela Kaniber in einem Schreiben an Bundesministerin Julia Klöckner vier konkrete Vorschläge für wirksame Maßnahmen unterbreitet. "Was an Erfolgen bei der Entwicklung von Impfstoffen gegen das COVID-19-Virus möglich war, sollten wir auch bei der Afrikanischen Schweinepest (ASP) versuchen. In einer gemeinsamen Anstrengung von EU, Bund und Ländern sollten wir die Forschung für einen Impfstoff gegen den ASP-Erreger nochmals kräftig anschieben", sagte die Ministerin im Anschluss an eine Videokonferenz der Bundesministerin mit den Bundesländern.  mehr dazu

Topagrar-Webinar für Landwirte zum Thema Schweinestau

Was kostet die momentane Krise den Schweinehalter? Warum stockt die Rinder-Schlachtung und wieso bricht die Nachfrage weg? Und wer "zahlt" eigentlich die Kosten des Schweinestaus? Um diese und viele weitere Fragen geht es in einem Webinar von TopAgrar.  mehr dazu

Frisch vom Land mit Stefanie Renz: Schweine hat Zukunft (Video)

Unterschätzt, gelegentlich belächelt und politisch fast schon vernachlässigt: Auf dem Land macht sich Unmut breit. Es geht aber auch anders. Das neue Format der Zeitschrift "Die Politische Meinung" heißt "Frisch vom Land - von wegen provinziell".   Junglandwirtin Stefanie Renz sieht eine Perspektive auch für den kleineren Familienbetrieb. Sie setzt auf eine seltene Hausschweinerasse.  mehr dazu

CeresAward 2020: Torsten Roder ist Schweinehalter des Jahres

Torsten Roder aus Viecheln in Mecklenburg-Vorpommern hat den CeresAward 2020 in der Kategorie Schweinehalter gewonnen. Für seine selbst gezüchteten "Mecklenburger Strohschweine" hat er eine eigene Vermarktungsschiene für Gourmets aufgebaut, die den Familienbetrieb wirtschaftlich auf Kurs hält. Der CeresAward prämiert jährlich außergewöhnliche Leistungen der Landwirte in Deutschland und dem deutschsprachigen Ausland in zehn unterschiedlichen Kategorien. Die Auszeichnung bietet eine öffentlichkeitswirksame Plattform, um die Fähigkeiten und das Engagement der Landwirte hervorzuheben – innerhalb der Landwirtschaft und darüber hinaus.   mehr dazu

Spitzengespräch auf Einladung des Bauernverbands - MÜLLER GRUPPE setzt erste Punkte des Regionalpakts um

Die Geschäftsführer der Müller Gruppe, Stefan und Martin Müller, haben sich auf Einladung des baden-württembergischen Landesbauernverbandspräsidenten, Joachim Rukwied über die Krise am Schweinemarkt und deren Auswirkungen auf die regionale Schweinehaltung beraten. In der Videokonferenz waren die Vizepräsidenten Klaus Mugele und Hans-Benno Wichert, Marco Eberle Hauptgeschäftsführer, sowie Spitzenvertreter von EDEKA Südwest, Kaufland und ein Vertreter der Vion Crailsheim zugeschaltet. Zur Stärkung der regionalen Produktion zahlt die Müller Gruppe Ihren Vertragslandwirten ab sofort zusätzliche Prämien für ihre Schweine: Plus 2 Euro für die Programme "Geprüfte Qualität" (GQ) und "Süddeutsches Schweinefleisch" (SDS), Verdoppelung des Tiergesundheitsbonus auf 1 Euro sowie Plus 2 Euro für die Haltungsstufe II in Phase 3 der Initiative Tierwohl (ITW).  mehr dazu

QS: Anzahl Betriebe mit erhöhtem Salmonellenrisiko so gering wie noch nie

Das Salmonellenmonitoring im QS-System zeigt im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang der kritischen Salmonelleneinstufung (Kategorie III-Betriebe) um 50 Prozent. Waren es 2019 noch 3,3 % sind es in diesem Jahr nur noch 1,6 % aller knapp 20.000 Schweinemastbetriebe, die ein erhöhtes Risiko aufzeigen. Vergleicht man die Zahlen mit der Situation zur Einführung des Salmonellenmonitorings im Jahr 2003, dann hat sich der Anteil der Betriebe mit hohem Salmonellenrisiko deutlich reduziert.  mehr dazu

Landvolk Niedersachsen: Wo bleiben Wertschöpfung und Wertschätzung?

Landvolk-Vizepräsident Jörn Ehlers bezieht Stellung zum "Empörungsbrief" der großen Lebensmittelkonzerne Aldi, Edeka, Rewe und der Schwarzgruppe mit Lidl, Kaufland und Co sowie dem Handelsverband Deutschland und dem Bundesverband Handelsverband Lebensmittel: "Für uns Schweinehalter und Landwirte zeigen die großen Akteure des Lebensmittelhandels zwei Gesichter, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Für die Öffentlichkeit "liebt man Lebensmittel" und setzt sie ins rechte Licht, aber wir, die Erzeuger dieser guten Lebensmittel, bleiben im Verborgenen und werden vom LEH weder wertgeschätzt noch anständig dafür bezahlt. Das Gegenteil ist der Fall. Wir fordern schon lange die verpflichtende Herkunftskennzeichnung für unsere qualitativ hochwertigen Produkte, damit der Kunde auf einem Blick erkennen kann, dass er gute, niedersächsische bzw. deutsche Qualität kauft und den Händlern so die Intransparenz beim Warenfluss genommen wird".  mehr dazu

AEF-Online-Tagung zur Verschärfung der UTP-Richtlinie - Ist das Kräfteverhältnis ausbalanciert?

Das Agrar- und Ernährungsforum Oldenburger Münsterland e.V. (AEF) lädt am Dienstag, den 08. Dezember 2020 um 14:30 Uhr zur Online-Konferenz: "Verschärfung der UTP-Richtlinie: Ist das Kräfteverhältnis ausbalanciert?" ein. Am 18.11.2020 hat das Bundeskabinett den Gesetzesentwurf für die nationale Umsetzung der UTP-Richtlinie beschlossen. Ende Januar 2021 soll die erste Lesung im Bundestag stattfinden und bis Mai 2021 muss die Richtlinie im deutschen Recht verankert sein. Auf der Online-Tagung soll daher nochmals über das Kräfteverhältnis zwischen den vier großen Lebensmittelhandelsketten und den Landwirten sowie den Lieferanten diskutiert und im Rahmen einer Podiumsdiskussion die Möglichkeit einer Ausweitung der Klauselverbote und des Anwendungsbereiches der UTP-Regeln ausgelotet werden.    mehr dazu

Klimafreundliche Verwertung von Wirtschaftsdüngern

Ein neuer Modellierungsansatz liefert robuster als bisher Aussagen zur Emission klimarelevanter Gase aus dem Wirtschaftsdüngermanagement und bietet damit Entscheidungshilfe für eine klimafreundliche Verwertung von Geflügelmist. Die Studie zeigt, dass die Biogaserzeugung aus Geflügeldung mit den geringsten Treibhausgasemissionen verbunden ist. Zurückzuführen ist dies hauptsächlich auf die Substitution von Mineraldünger und die Produktion von Strom: Die anaerobe Vergärung nutzt das im Dung enthaltene energetische Potenzial zur Erzeugung von Wärme und Elektrizität und reduziert zudem die Lachgasemissionen während der Vergärung im geschlossenen System. Der Gärrest ergibt einen wertvollen Dünger, der noch immer den größten Teil des Stickstoffs enthält.  mehr dazu

Digital Summit am 2. Dezember 2020 von 14 bis 17 Uhr

Wenn Sie am Mittwoch, 2. Dezember, 14 bis 17 Uhr,  beim Forum agrarzeitung dabei sein möchten, dann ist jetzt Eile geboten. Denn heute um 15 Uhr endet die Anmeldefrist für den Digital-Event, der kostenlos im Netz gestreamt wird. Das Programm im Überblick 
  • Stefanie Pionke über "Strukturwandel, Green Deal, Digitalisierung – Perspektiven für den Agrarhandel".
  • Pitch, Voting und Verleihung des "Förderpreis der Agrarwirtschaft"
  • TechnikTalk Live. Dieter Dänzer und Ilja Führer vom NITT stellen das "Value based Pricing"-Modell vor.
Danach bieten die Veranstalter ab 17:15 Uhr die Gelegenheit zu exklusivem Networking an verschiedenen Forum-Roundtables:
  • Roundtable 1 "Berliner Agrarpolitik zwischen Bauernprotesten, Agrarwende-Debatten und Bundestagswahl"
  • Roundtable 2 "Brüsseler Agrarpolitik zwischen GAP-Reform und Green Deal"
  • Roundtable 3 "Schlank und fit genug für die Zukunft? Agrarhandel im Umbruch"
  • Roundtable 4 "Digitalisierung auf dem Acker und im Stall"
  • Roundtable 5 "E-Commerce in der Landtechnik"
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Anmeldungen werde unter Nennung des Roundtables Ihrer Wahl per E-Mail an: Helga.Knauf@dfv.de erbeten.  mehr dazu

Neuausweisung der „Rote Gebieten“ in Niedersachsen

Im Frühjahr ist die neue Düngeverordnung in Kraft getreten. Damit ist die Pflicht verbunden, die nitrat- und phosphatsensiblen Gebiete auf Basis der im September von Bund und Ländern verabschiedeten Allgemeinen Verwaltungsvorschrift (AVV) neu auszuweisen. Am 25.11. hat Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast den Entwurf der neuen Verordnung in die landesinterne Ressortabstimmung gegeben. Dazu gehören auch 1.800 Detailkarten mit den sogenannten "Roten Gebieten". Der Entwurf regelt insbesondere die künftige Abgrenzung dieser Gebiete und zusätzliche Maßnahmen, die dort einzuhalten sind. Aus Sicht Niedersachsens ist besonders die nun vorgenommene Berücksichtigung der Emissionsdaten erfreulich. "Diesen Verursacheransatz hatte Niedersachsen gegenüber dem Bund immer vehement eingefordert", betonte Ministerin Barbara Otte-Kinast. Die Berechnung der Emissionen berücksichtigt auch den deutlich gesunkenen Mineraldüngereinsatz in Niedersachsen und hat dadurch Auswirkungen auf die Neuausweisung der "Roten Gebiete". Die "Roten Gebiete" werden damit im Vergleich zur bisherigen Kulisse kleiner. Nach derzeitigem Stand sind es nun rund 31 Prozent, statt bislang 39 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche (LF).  mehr dazu

Raiffeisenverband fordert Fairness für Landwirte in der Lieferkette

Anlässlich der aktuellen Diskussionen um das Verbot unlauterer Handelspraktiken fordert der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) eine Stärkung der Position der landwirtschaftlichen Erzeuger und ein faires Miteinander innerhalb der Lebensmittelkette. "Wir beobachten nach wie vor eine Ungleichverteilung der Marktmacht zugunsten des Einzelhandels bei gleichzeitig nicht immer auskömmlichen Erzeugerpreisen", so DRV-Präsident Franz-Josef Holzenkamp. Landwirte dürften nicht dauerhaft das schwächste Glied in der Kette sein.  mehr dazu

WLV und Tönnies vereinbaren Sofortmaßnahmen für Mäster

Angesichts der dramatischen Überhänge und des scharfen Preisverfalls am Schweinemarkt haben der Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV), Hubertus Beringmeier, und der geschäftsführende Gesellschafter der Tönnies Unternehmensgruppe, Clemens Tönnies, in einem Spitzengespräch Montag Abend konkrete Sofortmaßnahmen zur Unterstützung der Schweinehalter vereinbart. Diese umfassen die gezielte Abnahme der überschweren Schweine, eine erweiterte Preismaske für diese Tiere sowie eine Verkürzung des Zahlungszieles in Härtefällen.  mehr dazu

Diskussionsbeitrag: ist die Landwirtschaft von einer Selbstidealisierung im „grün-liberalen Milieu“ betroffen?

"Bringen grün-liberale Einstellungen den Wandel voran oder bremsen sie ihn? Der Psychologe Rainer Mausfeld findet klare Worte", meint der Journalist Ulrich Graf im Bayerischen Wochenblatt.  mehr dazu


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