Informationen rund um die Schweinehaltung

Agrarökonomen kritisieren ZKL-Abschlussbericht

AgE - Kritisch bewerten die ehemaligen Hochschullehrer Prof. Ulrich Koester und Prof. Michael Schmitz die Empfehlungen der Zukunftskommission Landwirtschaft (ZKL). Deren Abschlussbericht sei aus ökonomischer und politischer Sicht nicht als Grundlage für eine Änderung der deutschen Agrarpolitik geeignet, so die beiden Agrarökonomen in einem Beitrag für AGRA-EUROPE (Sonderbeilage). . Ihrer Einschätzung nach würde der von der Zukunftskommission skizzierte Weg zu einer Abkopplung der deutschen Landwirtschaft vom internationalen Markt führen. Die Agrarprofessoren prognostizieren eine langfristige und im Zeitablauf steigende Unterstützung der deutschen Landwirtschaft und subventionierte Nachfrage sozialschwacher Haushalte, sollten die ZKL-Empfehlungen umgesetzt werden. Kritisiert werden methodische Mängel im Abschlussbericht. Dazu zählt aus ihrer Sicht, dass die volkswirtschaftlichen Kosten der vorgeschlagenen Maßnahmen außer Acht gelassen worden sind. Die Quantifizierung der erwarteten finanziellen Belastungen sei daher unzureichend. Die proklamierten Ziele würden weder hinreichend begründet, noch gebe der Bericht Auskunft, welche volkswirtschaftlichen Kosten damit jeweils einhergingen.  mehr dazu

Projekt DigiSchwein: Landwirtschaftskammer Niedersachsen stallt erste Ferkel ein

Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) hat in der Versuchsstation für Schweinehaltung in Wehnen zum ersten Mal 120 vier Wochen alte Absetzferkel im vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) geförderten Verbundprojekt Digischwein eingestallt. Rund 5,5 Wochen werden die Tiere in der neuen Ferkelaufzucht verbringen, ehe sie mit 25 kg in eines der beiden benachbarten DigiSchwein-Mastabteile umziehen. Dort ist mittlerweile der zweite Mastdurchgang gestartet: Die etwa 2,5 Monate alten Tiere bleiben für weitere drei Monate. Die Farmmanagement-Software DigiSchwein soll schweinehaltende Betriebe künftig dabei unterstützen, Veränderungen im Bestand deutlich früher zu erkennen und damit das Wohlbefinden von Sauen, Ferkeln und Mastschweinen nachhaltig zu verbessern. Die digitale Anwendung soll außerdem die Betriebsmitteleffizienz steigern und die Umwelt durch Nährstoffreduktion schonen helfen. Welche Sensoren dazu im Betrieb einzubauen sind, welche Daten gesammelt werden und wie diese ausgewertet und in der Software eingesetzt werden müssen, will die LWK in ihrer Versuchsstation für Schweinehaltung in Wehnen zusammen mit zahlreichen Projektpartnerinnen und -partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft klären.  mehr dazu

Fragebogen für Rinderhalter: Tierärztin bittet um Unterstützung bei der Doktorarbeit

Die Tierärztin Julia Sohm erstellt zur Zeit ihre Doktorarbeit an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Sie möchte die aktuellen Haltungsbedingungen, Bestandskrankheiten und das Verhalten bei Rindern und Schweinen, sowie zusätzlich die Mensch-Nutztier-Beziehung untersuchen. Dafür hat sie zwei Fragebögen für Rinder- und Schweinehalter entwickelt. Zur Unterstützung der Doktorarbeit bittet sie um Teilnahme an der Umfrage.  mehr dazu

Bewusstsein deutscher Verbraucher für den nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln sinkt

Deutschland hat ein bewegtes drittes Quartal 2021 hinter sich. Die Folgen der Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen, die Ereignisse in Afghanistan und ein holpriger, von Pannen geprägter Wahlkampf - all das und noch mehr hat die Menschen beschäftigt. Zurückgegangen ist dagegen ihr Bewusstsein für den nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln, schreibt die Rabobank in einer Pressemeldung.  Auch eine fairere Entlohnung von Bauern stehe für die Verbraucher aktuell nicht auf der Agenda.  mehr dazu

DIMDI- und QS-Zahlen im Vergleich: Antibiotikaabgabe im QS-System nicht gestiegen

Laut des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) haben die Abgabemengen von Antibiotika für das Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 4,6 % zugenommen Im Gegensatz hierzu ist die Antibiotikaabgabe im QS-System erneut leicht gesunken. Die Zahlen von 2020 zeigen, dass die aus dem QS-Antibiotikamonitoring abgeleitete Optimierungsstrategie greift: Tierhaltende Betriebe im QS-System haben 2020 den Einsatz von Antibiotika im Vergleich zu 2019 um 0,49 % reduziert. Zusätzlich wurde 2020 der Einsatz kritischer Antibiotika um 11,2 % weiter gesenkt. Kritische Antibiotika machen dabei nur einen kleinen Anteil der Gesamtmenge aus: 0,83 % im Jahr 2020. Hierzu gehören auch die Flourchinolone, deren Abgabe 2020 im Vergleich zum vergangenen Jahr um 12,9 % niedriger war.  mehr dazu

Förderaufruf: Innovationen zur Minderung von Emissionen aus freigelüfteten Ställen und Ausläufen gesucht

Um die Nutztierhaltung an Aspekte des Tier-, Klima- und Umweltschutzes anzupassen, fördert das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) innovative Vorhaben, die zur Minimierung von Emissionen aus Außenklimaställen und Auslaufhaltungen beitragen. Projektideen können bis zum 20. Dezember 2021, 12 Uhr (Ausschlussfrist), bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) eingereicht werden. Die Innovationen sollen Emissionen von Geruch, Ammoniak, Staub, Bioaerosolen, Methan und/oder Lachgas aus Außenklimaställen und Ausläufen in die Luft reduzieren sowie Einträge von Stickstoff und Phosphor aus unbefestigten Ausläufen in Boden und Gewässer senken. Dabei sollen Lösungen sowohl für Neuanlagen als auch für praktikable und wirtschaftliche Nachrüstungen in Bestandsanlagen gefunden werden.  mehr dazu

Abgabemengen von Antibiotika in der Tiermedizin leicht gestiegen, in der Nutztierhaltung nicht

Die Menge der in der Tiermedizin abgegebenen Antibiotika ist in Deutschland im Jahr 2020 leicht gestiegen. Wie das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) mitteilt, wurden insgesamt 701 Tonnen Antibiotika an Tierärzte abgegeben – 31 Tonnen mehr als im Vorjahr (plus 4,6 %). Im Vergleich zu 2011, dem ersten Jahr der Erfassung, betrug der Rückgang der abgegebenen Antibiotika 59 %. Die Abgabemenge der für die Therapie beim Menschen besonders wichtigen Fluorchinolone stieg in 2020 leicht an. Die Polypeptidantibiotika (Colistin) erreichten ihren bisher niedrigsten Wert seit 2011. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 701 Tonnen (t) Antibiotika von pharmazeutischen Unternehmen und Großhändlern an Tierärzte in Deutschland abgegeben. Die größten Mengen fanden sich wie in den Vorjahren bei den Penicillinen (278 t) und Tetrazyklinen (148 t). Es folgten Sulfonamide (65 t), Makrolide (61 t) und Polypeptidantibiotika mit 60 t. QS hat zeitgleich die AB-Abgabemengen im QS -System veröffentlicht. Danach sind die verschriebenen Mengen nicht gestiegen.  mehr dazu

WLV fordert Hilfe bei der Umstrukturierung der Nutztierhaltung

Angesichts der andauernden tiefgreifenden Krise in der deutschen Schweinehaltung fordert der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband e. V. (WLV) in einem Positionspapier eine Umstrukturierungsprämie für die Nutztierhaltung. Solch eine Prämie soll nach den Worten von Bauernpräsident Hubertus Beringmeier in den Borchert-Plan eingebettet werden und den Betrieben eine Perspektive geben, die den von der Borchert-Kommission skizzierten Weg der Umstrukturierung nicht mitgehen können.  mehr dazu

Tierwohlstall im Betrieb Berberich – Die Vermarktung bestimmt den Erfolg

Die gesellschaftliche Forderung nach mehr Tier- und Umweltschutz erfordert insbesondere in der Schweinehaltung neue zukunftsweisende Konzepte. Gleichzeitig müssen diese für Tierhalter finanzierbar sein und langfristige Planungs- und Investitionssicherheit gewährleisten. Das Info-Portal Proteinmarkt.de stellt mit einer Serie von Fachartikeln und Betriebsreportagen neue Tierwohlkonzepte im Rahmen des EIP-Schwein Projekts vor. Das EIP-Schwein Projekt verfolgt die Verbesserung des Tier- und Umweltschutzes in der Schweinehaltung durch baulich innovative Lösungen mit dem Ziel der Praxisverbreitung. In der aktuellen proteinmarkt-Betriebsreportage stellt Dr. Manfred Weber, Klein Schwechten die erste innovative Stallbaulösung des EIP-Schwein Projektes vor. Der Neubau der Familie Beberich in Hardheim-Rütschdorf bietet seinen 900 Mastschweinen jeweils 1,5 Quadratmeter Platz. Zudem werden alle Tiere auf Stroh gehalten, ein dauerhafter Auslauf ins Freie wird ermöglicht.  mehr dazu

FLI bestätigt: Fall von Afrikanischer Schweinepest bei einem Wildschwein in Sachsen

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) informiert, dass sich der Verdacht der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei einem Wildschwein in Sachsen außerhalb der bestehenden Sperrzonen bestätigt hat. Das Nationale Referenzlabor – das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) – hat die Tierseuche in der entsprechenden Probe heute nachgewiesen. Der Fundort liegt im Landkreis Meißen – in der Nähe der A13 bei Radeburg und damit circa 60 Kilometer außerhalb der bisher bestehenden Sperrzonen. Das Tier war im Rahmen der erweiterten Monitoringmaßnahmen erlegt worden, bei denen gesund erlegte Wildschweine auch westlich der bisherigen Zonen untersucht werden.  mehr dazu

Isoflurannarkose Kompetenzzentrum gegründet

Bei der Isoflurannarkose von Saugferkeln können Probleme im Bereich des Tierschutzes, der Anwendersicherheit und auch des Umweltschutzes auftreten. Im Rahmen des Bundesprogramms Nutztierhaltung wurde im Oktober 2021 von der Ludwigs-Maximilian-Universität München sowie den Schweinegesundheitsdiensten der Landwirtschaftskammern Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen für die Isoflurannarkose beim Saugferkel ein Kompetenzzentrum unter dem Namen IsoKomp gegründet. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft fördert diese Initiative.
Landwirte, bestandsbetreuende Hoftierärzte, Überwachungsbehörden und Hersteller können sich kostenfreie Unterstützung und Beratung bei dem neu gegründeten Kompetenzzentrum holen. Die regionalen Ansprechpartner erfassen die Probleme und untersuchen sie. So sind zum Beispiel auch Isofluranmessungen an den Geräten und in der Umgebung möglich. Gewonnene Erkenntnisse und Erfahrungen sollen dadurch in die landwirtschaftliche Praxis gebracht werden, damit die Kastration der Ferkel unter Isoflurannarkose tierschutzgerecht, anwendersicher und rechtskonform umgesetzt wird.   mehr dazu

Farm to Fork-Strategie: Studie der Universität Wageningen sieht geringere landwirtschaftliche Produktivität in Europa

Geringere landwirtschaftliche Produktivität, höhere Lebensmittelpreise für Verbraucher und eine steigende Abhängigkeit von Exporten  - eine am 13.10. in Brüssel vorgestellte Studie der niederländischen Wageningen University & Research (WUR) zu den Folgen der Farm to Fork-Strategie (F2F) der EU kommt zu einem ebenso ernüchternden Ergebnis wie ähnlich gelagerte Studien etwa der Universität Kiel oder des Joint Research Centers (JRC) der EU-Kommission und zuvor schon des US-Agrarministeriums USDA. Vor diesem Hintergrund erneuert der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) seine Forderung nach einer umfassenden Folgenabschätzung zu den Maßnahmen der europäischen F2F-Strategie.  mehr dazu

db.Planer Innovationsakademie – Live Online Seminare Herbst/Winter 2021

Bei der Ferkelerzeugung und Schweinezucht ist es unerlässlich, immer den vollen Überblick über die Betriebsabläufe zu haben. Ab Ende Oktober veranstaltet die BHZP GmbH wieder Onlineseminare zu Themen rings um db.Planer, db.Plus und VzF-Mastpalner. Diese finden wöchentlich vom 27. Oktober bis zum 08. Dezember 2021 von 17.00 bis 17.45 Uhr statt. Die Teilnahme ist kostenlos, anmelden können Sie sich mit diesem PDF (Link) per E-Mail an: software(at)bhzp.de oder per Fax: 05851-944115.  mehr dazu

MSD Landwirteakademie Kompakt Schwein

Im Rahmen des Fortbildungsformates "Landwirteakademie Kompakt" der MSD Tiergesundheit findet am Dienstag, den 26.10.2021 um 15.00 Uhr eine Veranstaltung zu den Themen "Preis der Tiergsundheit - Erfahrungen aus den Betrieben" von Thomas Martin, MSD Tiergesundheit, und "Ein guter Start ins Ferkelleben" von Dr. Albrecht Brandes, Schweinehalter aus Bad Münder, statt.  mehr dazu

Klimawandel und Hunger: Können Tiere den Ausschlag geben?

Die Welt steht vor entscheidenden Herausforderungen - einer Ernährungskrise und dem Klimawandel. Ohne eine effektivere und ressourcenschonende Lebensmittelerzeugung wird die Zahl der 768 Millionen hungernden Menschen in der Welt weiter ansteigen. Wenn wir jedoch die Emissionen nicht kurzfristig eindämmen, werden wir einen unumkehrbaren Klimawandel erleben. Viele sehen pflanzenbasierten Fleischersatz als eine der Lösungen an, aber pflanzliches Eiweiß kann nicht in ausreichender Menge produziert werden, um unsere Bevölkerung zu ernähren. Auch ist es unwahrscheinlich, dass es in großem Maßstab besser für die Umwelt ist. Tiere können eine wichtige und schnell umsetzbare Lösung für die globale Klimaerwärmung und die Hungerproblematik sein und gleichzeitig die wirtschaftliche Nachhaltigkeit fördern. Die Tierhaltungsindustrie kann klimaneutral werden. Methoden wie die Methanabscheidung und die Umwandlung in erneuerbare Energien haben sich als äußerst vielversprechend erwiesen und eröffnen den Landwirten neue Möglichkeiten der Wertschöpfung, die den nächsten wirtschaftlichen Durchbruch für die Agrarindustrie versprechen.  mehr dazu


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