Informationen rund um die Schweinehaltung

Bioverbände klagen gegen den „Eco-Score“

IFOAM/age - Um unfaire und irreführende Kennzeichnungen zu vermeiden, haben IFOAM Organics Europe und der französische Verband der IFOAM-Mitglieder Klage vor dem Pariser Gerichtshof erhoben. Die Bio-Bewegungen fordern die Beendigung der Verwendung von Umweltkennzeichnungen für Lebensmittel, die als ungerecht für die ökologische Produktion und irreführend für die Verbraucher angesehen werden. Nach Ansicht der Bioverbände ist der Eco-Score mit den Vorgaben der EU-Ökoverordnung nicht vereinbar und stellt zudem eine irreführende Geschäftspraktik zum Nachteil der Verbraucher und des Marktes dar. Konkret stoßen sich die Bioverbände unter anderem daran, dass das Wort "Eco" zur Kennzeichnung von Produkten verwendet wird, die nicht aus dem ökologischen Landbau stammen.  mehr dazu

Warum Ernährungsstudien keine Beweise liefern

"Ernährungsforschung kann keinerlei Kausalevidenz (also Ursache-Wirkungs-Beziehungen) liefern, weil wesentliche Voraussetzungen im Studiendesign dafür nicht erfüllt werden," erinnert der Ernährungswissenschaftler Uwe Knop in einem Beitrag auf XIng zu Ernährungstipps von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach. Dafür nennt er 14 Gründe.  mehr dazu

KTBL mit zwei neuen Publikationen zur Betriebsplanung und zum landwirtschaftlichen Bauen

Das Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft (KTBL) hat zwei neue Publikationen veröffentlicht.
Die 800-seitigen "Daten für die Betriebsplanung in der Landwirtschaft" liefern laut KTBL nicht nur Grund- und Ergebnisdaten zu den verschiedenen landwirtschaftlichen Produktionsrichtungen, sondern bietet auch methodische Hinweise zur Lösung betriebswirtschaftlicher Fragestellungen. Neben den ausführlich dargestellten Verfahrensabläufen werden Kennzahlen der Arbeitserledigung, ökonomische Erfolgsgrößen und Stückkosten für landwirtschaftliche Produkte ausgewiesen. Ergebnisse des vom Bundeslandwirtschaftsministerium ausgerichteten Bundeswettbewerbs Landwirtschaftliches Bauen 2022 sind in der 88-seitigen KTBL-Schrift 534 Unser innovativer Stall - tiergerecht, umweltgerecht und zukunftsfähig zu finden. Ausgezeichnet wurden nach Angaben des Kuratoriums sieben Betriebe mit Milchvieh-, Sauen-, Mastschweine- und Milchziegenhaltung. Als prämierungswürdig galten sowohl vollständige Baukonzepte als auch technische Detaillösungen. Zudem wurden Fragen des Managements berücksichtigt.  mehr dazu

CO2-Angaben beeinflussen Essverhalten

Die CO2-Kennzeichnung von Lebensmitteln bewegt Menschen dazu, nachhaltiger zu essen. Das haben Forschende des Sonderforschungsbereichs TRR 266 Accounting for Transparency der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), der HU Berlin und der Aalto Universität (Finnland) in einem Feldexperiment herausgefunden. Entscheidend dabei ist, wie die Informationen dargestellt werden. Wurden CO2-Angaben in Ampelfarben visualisiert oder als Umweltkosten präsentiert, war der Effekt am größten. Die Kritik lautet auch, dass ein Label möglichst alle Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigen solle.

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i.m.a: Neue Broschüre „EinSichten in die Tierhaltung“

Wer erleben möchte, wie heute die Tierhaltung auf den Bauernhöfen in Deutschland funktioniert, sollte
einen der Betriebe besuchen, die "EinSichten in die Tierhaltung" bieten. Die gleichnamige TransparenzInitiative des i.m.a e.V. bietet dafür Orientierung, indem sie regelmäßig Bauernhöfe portraitiert, die live besichtigt werden können. Mittlerweile ist die vierte Broschüre erschienen, in der sieben Betriebe aus fünf Bundesländern vorgestellt werden. Alle bisher in den Broschüren vorgestellten Betriebsprofile sind auch auf der EinSichten-Website verfügbar, die weitere Impressionen und Informationen bereitstellt. Die
Broschüre finden Sie hier.  mehr dazu

QS: Soja ab 2024 nachhaltig

Ab 1. Januar 2024 muss Soja im Futter für Rinder, Schweine und Geflügel nachhaltig und entwaldungsfrei erzeugt worden sein. Sofern Tieren im QS-System Soja verfüttert wird, muss dieses nach fest definierten Anforderungen als nachhaltig zertifiziert sein. Bereits ab 1. April 2023 können Futtermittelhersteller den QS-Anforderungskatalog freiwillig umsetzen. Das haben die Fachbeiräte Rind und Schwein sowie Geflügel im Januar 2023 beschlossen. Als Datum für die Entwaldungsfreiheit wurde das so genannte Cut-Off-Date 31. Dezember 2020 festgehalten, so wie es auch der Entwurf der EU-Verordnung zu entwaldungsfreien Lieferketten derzeit vorsieht.

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Nutztierstrategie: Ministerin Kaniber wendet sich mit Video an Özdemir

"Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU) attackiert mit einer Videobotschaft ihren Kollegen im Bund, Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne)," informiert das Bayerische Landwirtschaftliche Wochenblatt. Das Video finden Sie hier.  mehr dazu

2. Thüringer Schweinegipfel - „Schweinehalter brauchen eindeutige und klare Positionierung der Politik“

"Die Zukunft der Schweinehaltung in Thüringen war noch nie unsicherer als in diesem Jahr. Mit Widersprüchen, Ankündigungen, Forderungen und ständig neuen Auflagen aus der Politik in Europa, Bund und Land wird es eine Sicherheit für die Schweinehaltung nicht geben", das ist das Fazit und gleichzeitig der Ansporn der Interessengemeinschaft der Schweinehaltung in Thüringen (IGS) für den 2. Schweinegipfel nach 2019 in Waltershausen.  mehr dazu

Erklärfilm "Nachhaltige Nutztierhaltung"

Zum #InternationalenTagDerBildung stell das BZL seinen neuen Unterrichtsbaustein für die berufliche Bildung an Fach- und Berufsschulen vor. Enthalten ist ein Film, der anschaulich "Nachhaltige Nutztierhaltung – Welchen Beitrag kann die Tierzucht leisten?" zeigt.  mehr dazu

EU senkt Kofinanzierung zur Tilgung, Bekämpfung und Überwachung von Tierseuchen

Die europäische Kommission stellt 2023 nur noch 40,7 Mio EUR für die Kofinanzierung der ein- oder mehrjährigen Programme der Mitgliedstaaten zur Tilgung, Bekämpfung und Überwachung bestimmter gelisteter Tierseuchen zur Verfügung. Sie unterstützt damit insgesamt 136 Veterinärprogramme ...  mehr dazu

Bündnis90/Die Grünen fordern Investitionshilfen für umstiegsbereite Schweinehalter in Niedesachsen

Die Fraktion Bündnis90/Die Grünen in Niedesachsen, möchte Schweinehaltern den Ausstieg erleichtern. Dazu wird heute ein Antrag "Zukunftsprogramm Diversifizierung" in den Landtag eingebracht. "Der Landtag hält es für notwendig, dass der beschriebene, erfolgende Abbau der Produktionskapazitäten im Schweinebereich politisch begleitet werden muss, um ein weiteres, Höfesterben zu verhindern. Betriebe und Wertschöpfung im ländlichen Raum sollen weitestmöglich erhalten bleiben und der Einstieg in andere landwirtschaftliche, oder der Landwirtschaft vor- bzw. nachgelagerte, Bereiche erleichtert werden." Die Fraktion schlägt eine Förderung von Vorhaben mit bis zu 80% der Investitionssumme vor, wobei mindestens die Hälfte der vom Land bereitgestellten Summe als nicht rückzahlbarer Zuschuss gezahlt werden sollte.  mehr dazu

Deutscher Fleischer-Verband schreibt offenen Brief an Minister Özdemir

Das Fleischerhandwerk hat sich anlässlich der Grünen Woche mit einem offenem Brief an Ernährungs- und Landwirtschaftminister Cem Özdemir gewandt. Es kritisiert darin die Ausrichtung und die Maßnahmen der Bundesregierung im Bereich Land- und Ernährungswirtschaft.  mehr dazu

Neue Agravis-Veranstaltungsreihe "Pig on Tour"

Die AGRAVIS Raiffeisen AG bietet eine neue Veranstaltungsreihe namens "Pig on Tour" an. Sie richtet sich an Sauen- und Ferkelhalter:innen sowie Schweinemäster:innen. Wie Agravis in einer Pressemeldung mitteilt, werden Fachleute der AGRAVIS und der Tochtergesellschaft Livisto zu spannenden und innovativen Lösungen referieren, um gemeinsam mit Schweinezüchter:innen erfolgreicher zu wirtschaften. Die praxisorientierte Reihe wird gemeinsam mit genossenschaftlichen Partnern vor Ort veranstaltet. In drei Vorträgen geht es um die Themen Hygienekonzepte zur Verbesserung der Stall- und Tränkewasserhygiene (Referent: Christian Twehues, AGRAVIS Raiffeisen AG), Herausforderung Tierarzneimittel im Tiergesundheitsmanagement (Dr. Hendrik Eismann, Livisto) und Darmgesundheit als Schlüssel zu mehr Tierwohl und Leistung im Stall (Dr. Sandra Vagt, AGRAVIS Raiffeisen AG). Alle Teilnehmenden erhalten im Anschluss an die rund zweistündige Veranstaltung ein Teilnehmerzertifikat.  mehr dazu

ASP: Leitfaden zur Biosicherheit wurde aktualisiert

Die Niedersächsische Arbeitsgruppe "Biosicherheit in Schweine haltenden Betrieben " hat die zweite überarbeitete und ergänzte Version des Leitfadens "Niedersächsisches Biosicherheitskonzept für Schweine haltende Betriebe nach dem EU-Tiergesundheitsrechtsakt" veröffentlicht. Sie stellt eine Arbeitshilfe für Tierhalter, Tierärzte und Behörden dar, mit der abhängig von der Betriebsart sowie der Seuchenlage für jeden Betrieb ein individuelles Konzept erarbeitet werden kann.  mehr dazu

„Schweinehalter brauchen Hilfen und Planungssicherheit“ – Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Ministerin Michaela Kaniber bekräftigen ihre Unterstützung für Schweinehalter

Die Betriebe in der Schweinehaltung brauchen jetzt ganz konkrete Unterstützung durch die Bundesregierung. Zudem müsse die Ampel Planungssicherheit für den Nutztierstandort Deutschland schaffen. Diese dringenden Forderungen an die Bundesregierung richteten Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber bei einem Besuch des schweinehaltenden Betriebes der Familie Scharl bei Eichstätt. Wenn die Zahl dieser Betriebe weiter so dramatisch zurückgehe wie in den letzten Jahren, müsse in Deutschland noch mehr Schweinefleisch importiert werden. Was die Bundesregierung kürzlich an Plänen zum Umbau der Nutztierhaltung vorgestellt hat, reiche nicht im Geringsten, um den Bäuerinnen und Bauern eine Perspektive zu bieten. Nach Berechnungen des Bayerischen Landwirtschaftsministeriums können mit den vom Bund bereitgestellten Mitteln in diesem Jahr gerade mal 0,7 Prozent der Mastschweineplätze in Deutschland neu gebaut werden. Der Bund will laut Kaniber die Tierhaltung "nicht umbauen, sondern regelrecht abbauen." Die Berliner Ideen zur Tierhaltungskennzeichnung oder zum tierwohlgerechten Umbau von Ställen sind schlichtweg nicht praktikabel und meist sogar kontraproduktiv", so die Ministerin.  mehr dazu


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