Das durchschnittliche Einkommen der deutschen Landwirtschaft lag im Wirtschaftsjahr 2024/25 bei rund 46.800 Euro je Arbeitskraft. Damit blieb es nahezu auf dem Niveau des Vorjahres, lag jedoch deutlich unter dem Wert des Rekordjahres 2022/23. Differenziert nach Rechts- und Bewirtschaftungsformen, fallen deutliche Unterschiede auf.
Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer hat heute den Westfleisch-Standort in Oer-Erkenschwick besucht, um sich über den Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) in der amtlichen Fleischuntersuchung zu informieren. Im Mittelpunkt standen der fachliche Austausch mit den Verantwortlichen von Westfleisch sowie die Besichtigung des Pilotprojekts "ArtificialVet". Seit Dezember 2025 unterstützt "ArtificialVet" das amtliche Untersuchungspersonal im Rahmen einer Pilotphase mit digitalen Vorbefunden. Sechs Hochleistungskameras erfassen den geschlossenen Schweineschlachtkörper. Eine KI analysiert die Aufnahmen und erkennt unter anderem Veränderungen an Ohren und Schwanz sowie Umfangsvermehrungen. Grundlage sind Tausende von durch Expertinnen und Experten bewerteten Beispielbildern. Die abschließende Befundentscheidung treffen weiterhin die amtlichen Tierärztinnen und Tierärzte. Die KI dient ausschließlich als zusätzliches Unterstützungsinstrument. "ArtificialVet" ist eine gemeinsame Entwicklung von Westfleisch, der CIMT AG und dem Veterinäramt des Kreises Recklinghausen. Nach Angaben der Projektpartner handelt es sich um das bundesweit erste Projekt dieser Art.
Der 137. Kongress des Verbands Deutscher Landwirtschaftlicher Untersuchungs- und Forschungsanstalten (VDLUFA) findet vom 22. bis 25. September 2026 in Leipzig statt. Er steht unter dem Leitthema "Stoffkreisläufe im Wandel – Strategien für eine zirkuläre Agrar- und Umweltwirtschaft". Unter den Posterpräsentationen sowie in den Vorträgen der Blöcke Tierische Produktion III und IV am 24. September werden einige nachhaltige Aspekte der Primärproduktion beleuchtet.
Im August 2026 hat das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) den Beitrag "Kann Landwirtschaft auch ohne Nutztiere funktionieren?" veröffentlicht. Darin wird die Rolle von Nutztieren für die Lebensmittelproduktion, Nährstoffkreisläufe und die Nutzung von Grünland dargestellt. Das Fazit lautet, dass eine Landwirtschaft ohne Nutztiere im heutigen Ernährungssystem nicht möglich wäre. Sie wäre nur mit grundlegenden Veränderungen bei Ernährung, Landnutzung und Düngung realisierbar. Dabei würden zwar Flächen für den Lebensmittelanbau frei, es entstünden jedoch neue Herausforderungen bei Nährstoffkreisläufen, der Verwertung von Reststoffen und dem Erhalt von Grünland.
Vom Urlaub auf dem Bauernhof über Direktvermarktung und Bauernhofgastronomie bis zur Sozialen Landwirtschaft: Viele landwirtschaftliche Betriebe in Bayern setzen längst auf mehrere Einkommensquellen. Rund zwei Drittel der Betriebe haben sich bereits ein zusätzliches Standbein geschaffen. Mit dem neuen Seminarprogramm 2026/2027 der Akademie Diversifizierung unterstützt der Freistaat Bäuerinnen und Bauern dabei, neue Geschäftsfelder aufzubauen und bestehende Angebote professionell weiterzuentwickeln. Rund 90 Seminare stehen ab sofort unter www.diva.bayern.de zur Buchung bereit.
