Der Bundesverband Rind und Schwein e.V. (BRS) bewertet die Delegationsreise von Bundesminister Alois Rainer nach Japan und China als wichtigen Schritt zur Verbesserung der internationalen Marktchancen für die deutsche Tierzucht und Fleischwirtschaft. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Wiederöffnung wichtiger Absatzmärkte, die Anerkennung wissenschaftsbasierter Tierseuchenbekämpfung sowie die Weiterentwicklung von Veterinärvereinbarungen.
Anlässlich der "Hülsenberger Gespräche 2026" wurde Prof. Irena Czycholl der mit 10.000 Euro dotierte Förderpreis der H. Wilhelm Schaumann Stiftung verliehen. "Es ist mir eine große Freude, die Leistungen von Frau Professor Czycholl zu würdigen", erklärte Professor Gerhard Breves vom Kuratorium der H. Wilhelm Schaumann Stiftung in seiner Laudatio. "Die Erkenntnisse ihrer Arbeit tragen wesentlich dazu bei, das Konzept Tierwohl besser zu verstehen, die relevanten Parameter objektiv zu erfassen und zu quantifizieren. Sie sind für die gesellschaftliche Diskussion um das Tierwohl von entscheidender Bedeutung", erklärte Professor Breves bei der Preisverleihung. "Tierwohl lässt sich nur verbessern, wenn wir es verlässlich messen können", betonte die Preisträgerin.
Ein Sommerabend auf dem Bauernhof, der Duft von Gegrilltem in der Luft und ein Blick hinter die Kulissen der Landwirtschaft: Im Rahmen der Aktion "Grillen auf hessisch" luden Hessens Bauern zu einem besonderen Grillabend auf den Betrieb Seeger GbR in Otzberg ein. Die Besucher konnten sich auf eine Kombination aus regionalem Genuss, persönlichen Gesprächen und authentischen Einblicken in die moderne Landwirtschaft freuen. Andrea Rahn-Farr, Vizepräsidentin des Hessischen Bauernverbandes, betonte: "Mit ‚Grillen auf hessisch‘ holen wir die Menschen bewusst auf unsere Höfe. Wer wissen will, wo Lebensmittel herkommen, muss genau hier hinschauen, direkt zu den Betrieben. Transparenter geht es nicht." Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der Dialog zwischen Erzeugern und Verbrauchern. Bei Hof- und Feldführungen konnten die Gäste den Betrieb kennenlernen und erfahren, wie moderne Landwirtschaft funktioniert – vom Ackerbau bis zur Tierhaltung. Ziel ist es, die Landwirtschaft transparenter zu machen und den direkten Austausch zu fördern.
Insgesamt 4.620 Schülerinnen und Schüler lernten 2025 in Fachschulen der Land-, Forst- und Hauswirtschaft. Damit stieg die Schülerzahl gegenüber dem Vorjahr um 24 Personen. Die landwirtschaftlichen Fachschulen unterrichteten dabei fast drei Viertel der Lernenden. Etwa 17 Prozent der Schülerinnen und Schüler besuchten Fachschulen der Fachrichtung Gartenbau.
Mit seiner Initiative "Landwirtschaft macht Schule" bringt der i.m.a e. V. Landwirte und Lehrkräfte zusammen. Die Experten vom Bauernhof besuchen Schulen, um als authentische Bildungsbotschafter gemeinsam mit den Pädagogen Schülerinnen und Schüler über Themen der Landwirtschaft zu informieren. Nun wird diese Kooperation durch einen Leitfaden unterstützt, der es ermöglicht, auch Menschen mit Beeinträchtigungen in die Bildungsarbeit einzubeziehen. Die Initiative "Landwirtschaft macht Schule" bietet eine Plattform, auf der Lehrkräfte Landwirte finden können, um diese in den Schulunterricht einzuladen und die Zusammenarbeit zwischen Landwirten und Lehrkräften zu erleichtern. Der gemeinnützige i.m.a e.V. unterstützt beim Abgleich von Bedürfnissen und Interessen mit Konzepten, Anregungen und Materialien, damit es auch in der Schulklasse "matcht". Der neue, kostenlose "Leitfaden Landwirtschaft macht Schule" unterstützt die Bildungspartner bei der Vorbereitung ihres gemeinsamen Unterrichts.
