BRS-Newsticker:

AgE - Der Wissenschaftliche Beirat für Biodiversität und Genetische Ressourcen (WBBGR) und der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) fordern eine enge Verknüpfung der künftigen Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) mit der EU-Wiederherstellungsverordnung. In einem Gutachten kritisieren sie, dass die EU-Kommission künftig keine verbindlichen Finanzvorgaben für Umweltausgaben mehr vorsehen will. Für die freiwillige Umsetzung der Verordnung sei jedoch eine stabile Finanzierung nötig. Deshalb verlangen die Expertinnen und Experten ein verbindliches Mindestbudget für umweltbezogene Zahlungen in der GAP. Zudem sprechen sich die Räte für regional angepasste Förderungen, ergebnisorientierte Prämien und kooperative Ansätze aus, um Umwelt- und Klimaziele wirksam zu unterstützen. Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen könnten so den Erhalt und die Wiederherstellung von Lebensräumen fördern. WBBGR und SRU betonen außerdem die Bedeutung der biologischen Vielfalt für Landwirtschaft, Ernährungssicherung und wirtschaftliche Stabilität der Betriebe. Kritik an der Wiederherstellungsverordnung weisen sie zurück und bezeichnen sie als notwendige Antwort auf den anhaltenden Biodiversitätsverlust.
Der Ticketshop zur Eurotier ist geöffnet! Vom 10. bis 13. November wird Hannover erneut zum internationalen Treffpunkt der Nutztierbranche. Unter dem Leitthema "Intelligence in animal farming" stehen Themen wie Tierwohl, Emissionsminderung, Biosicherheit, KI und Automatisierung im Fokus. Freuen Sie sich auf neue Formate wie die DLG-VetCon, den EuroTier Milky Way für die Wertschöpfungskette Milch sowie spannende DLG-Spotlights zu Emissionsminderung, Grobfuttererzeugung oder Robotik im Stall. Auf den DLG-Expert Stages erwarten Sie internationale Fachvorträge, Diskussionen und Networking rund um die Zukunft der Nutztierhaltung.
Unterschiedliche Wege, ein gemeinsames Ziel: eine starke Rinderhaltung. In der Kategorie "Rind" werden bewusst Perspektiven aus konventioneller und ökologischer Landwirtschaft zusammengebracht, denn die besten Lösungen entstehen im Dialog. Mit smaXtec wird ein neuer Kategoriepartner begrüßt. In der Jury sind vertreten: Markus Pahlke von agrarheute, Dr. Daniela Marthold von smaXtec, Stephan Schneider vom Bundesverband Rind und Schwein e.V. und Josef Schmidt von Bioland. Starke Partnerschaften sind die Basis für nachhaltigen Erfolg. Das zeigt auch die Kategorie "Schwein". Topigs Norsvin Deutschland wird erneut als Kategoriepartner dabei sein. In der Jury sind vertreten: Uwe Bräunig von agrarheute, Stefanie Nuphause von Topigs Norsvin Deutschland und Dr. Haiko Hofmann vom Bundesverband Rind und Schwein e.V.
Proteinmarkt - Seit Herbst 2021 ist der Einsatz von verarbeiteten tierischen Proteinen (VTP) in der Nutztierfütterung möglich (Verordnung (EU) 2021/1372 der Kommission). Grundsätzlich dürfen VTP nicht an die gleiche Tierart verfüttert werden, d. h., Kannibalismus muss ausgeschlossen sein. Das bedeutet, dass nur VTP von Schweinen für Geflügelfutter und VTP von Geflügel für Schweinefutter verwendet werden dürfen. VTP von Rindern dürfen hingegen nicht verwendet werden. VTP sind nicht mehr mit den Fleisch- bzw. Fleischknochenmehlen (DLG, 1992) aus der Zeit vor der BSE-Krise vergleichbar. Deshalb sind Fütterungsversuche notwendig, um die Einsatzmöglichkeiten dieser Futtermittel zu prüfen. In einem Versuch am Staatsgut Schwarzenau wurden Ferkelrationen mit VTP und Rationen auf rein pflanzlicher Basis (Sojaextraktionsschrot, SES) miteinander verglichen.
AgE - Die Europäische Kommission empfiehlt für die GAP nach 2027 einfachere, zielgerichtetere und einkommenswirksame Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen (AUKA). Laut einem Bericht der DG AGRI sollen Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen effektiver und zugleich praxistauglicher werden. Grundlage sind Erfahrungen aus den aktuellen GAP-Strategieplänen.

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