BRS-Newsticker:

SuS, Ausgabe 4.2026 - Einige Zeit wurde gerungen, eine Branchenlösung für die CO2-Bilanzierung von Schweinefleisch aufzubauen. Vor rund einem Jahr ging schließlich die QS-Klimaplattform auf Basis des LfL-Klimarechners an den Start. Ziel der Plattform ist es, die Erfüllung gesetzlicher Anforderungen zu erleichtern. Sie ermöglicht es Landwirten, ihre CO₂-Bilanz beispielsweise gegenüber Schlachtunternehmen, Banken oder Versicherungen nachzuweisen. Gleichzeitig werden die Klimaleistungen der Landwirtschaft transparenter. Auch wenn die QS-Klimaplattform einen soliden Start hingelegt hat, gibt es doch noch einige Optimierungsmöglichkeiten. Ein Beispiel ist die Eingabe von Futtermitteln, die den größten Teil des CO₂-Fußabdrucks eines Mastschweins ausmachen. Hier ist die Möglichkeit zur Einzeleingabe unter der Voraussetzung präziser Angaben aus der Futtermittelwirtschaft erforderlich.
SuS, Ausgabe 4.2026 - Mitte Juli fand die abschließende Sitzung der erweiterten Arbeitsgruppe des Umweltbundesamtes (UBA) zur Kommentierung der "Uniform Conditions for Operating Rules for Livestock" (UCOL)-Dokumente statt. Seit 2024 hatten Fachvertreter aus Behörden, Wissenschaft und Praxis gemeinsam an den technischen Grundlagen gearbeitet. Laut dem UBA konnte sich Deutschland mit fachlichen Beiträgen erfolgreich einbringen und nationale Interessen gegenüber der Europäischen Kommission vertreten. Die Veröffentlichung der Dokumente wird für September erwartet.
SuS, Ausgabe 4.2026 - Die erneuten Fälle der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in der Uckermark verdeutlichen, dass Deutschland und Europa langfristig mit der Tierseuche leben müssen. Trotz intensiver Bekämpfungsmaßnahmen stellt das Virus Landwirtschaft, Jägerschaft und Behörden weiterhin vor große Herausforderungen.
SuS, Ausgabe 4.2026 - Das Tierhaltungskennzeichnungsgesetz kommt erneut ins Stocken. Diesmal hängt das Änderungsgesetz bei der EU-Kommission, die sich bis zum 15. November Zeit lässt, um zu prüfen, ob es mit dem europäischen Recht vereinbar ist. Der größte Knackpunkt ist, dass auch Betriebe aus dem Ausland der in Deutschland geltenden Haltungskennzeichnung unterliegen sollen. Weiterhin müssen sie nachweisen, dass sie in der Sauen- und Ferkelhaltung die gleichen Produktionsstandards wie in Deutschland einhalten, wenn sie ihre Produkte in den höheren Haltungsformstufen vertreiben wollen. Anlass des Vorgangs ist das vom vorherigen Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir geerbte Gesetz, welches von nahezu Niemandem als sinnvoll, geschweige denn umsetzbar eingeordnet wurde.
SuS, Ausgabe 4.2026 - Die wirtschaftliche Lage in der deutschen Schweinehaltung spitzt sich weiter zu. Im Juli ist die Notierung für Schweinefleisch auf 1,40 Euro je Kilogramm und die Ferkelnotierung auf 30 Euro je Ferkel abgestürzt. Damit stehen viele Betriebe erneut unter massivem wirtschaftlichem Druck. Während die Erlöse deutlich zurückgehen, verharren die laufenden Kosten seit dem Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine auf hohem Niveau. Für viele Schweinehalterinnen und Schweinehalter bedeutet das: Die laufenden Kosten können kaum noch gedeckt werden, von zusätzlichen Investitionen ganz zu schweigen.

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