BRS - Die finanzielle Berücksichtigung von Nutztier- und Weidehaltern im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) 2028 stand im Mittelpunkt eines intensiven und konstruktiven Austauschs mit dem deutschen Bauernverband (DBV) und seiner Generalsekretärin Stefanie Sabet, dem Fachbereichsleiter Tierische Erzeugung Roger Fechler, Juliane Petri vom Deutschen Grünlandverband, Thomas Wiese, Vorsitzender von Mutterkuh NRW und unserem stellv. Geschäftsführer Stephan Schneider. Wir als BRS unterstützen zwar grundsätzlich die Forderungen des Grünlandverbandes und des DBV, fordern aber darüber hinaus eine grundsätzliche Förderung der Nutztierhaltung, also eine gesonderte Prämie auf Flächen, die der tierischen Ernährung dienen. Produkte aus der Nutztierhaltung sind und bleiben ein wichtiger Faktor der Ernährungssicherheit. Wollen wir auch in Zukunft die reale Nachfrage nach Milch- und Fleischprodukten mit heimischen Nahrungsmitteln autark bedienen, muss dieser Teil der Ernährungssicherheit aufgrund der im Vergleich zu anderen Agrarprodukten nochmals höheren Ansprüche an Tier-, Klima- und Umweltschutz zusätzliche Prämien erhalten. Dieser Punkt wird in der Diskussion zu GAP28 eine Grundforderung des BRS bleiben. Wir hoffen auf die Unterstützung vieler anderer Verbände!
20.01.2026
Mit Traktoren, Bannern und Blockaden machten Landwirtinnen und Landwirte Anfang 2024 unmissverständlich deutlich, dass sie mit der aktuellen Situation in der Landwirtschaft mehr als unzufrieden sind. Welche Gründe stehen hinter der Unzufriedenheit? Ein internationales Forschungsteam unter Leitung der Universität Göttingen hat erstmals systematisch Aussagen der Landwirtinnen und Landwirte ausgewertet. Online-Befragungen unter 2.232 Betrieben in Deutschland, Frankreich, Belgien und den Niederlanden ergaben: Die Motive der Proteste unterscheiden sich deutlich zwischen den Ländern, und politische Reaktionen greifen diese Vielfalt nur teilweise auf. Während in Deutschland vor allem Bürokratie kritisiert wird, stehen in Frankreich finanzielle Belastungen im Vordergrund. In Belgien gibt es eine breite Mischung verschiedener Beschwerden und in den Niederlanden herrscht Unmut über das politische Umfeld vor.
Der bundesweite Verein BIG Challenge - Aktiv gegen Krebs e.V. ist ein von Landwirten gegründeter Verein, der sich im Kampf gegen Krebs engagiert. Mit der "BIG Challenge 2026" setzen landwirtschaftliche Betriebe, Firmen und Organisationen aus dem vor- und nachgelagerten Bereich sowie dem ländlichen Raum erneut ein starkes Zeichen: Beim bundesweiten Benefiz-Sportevent in Kevelaer am 20.6.2026 werden beim Radfahren, Laufen und Walken gemeinsam Spenden für die Krebsforschung gesammelt. Die BIG Challenge ist ein Gemeinschaftsevent, bei dem sich Menschen aus Landwirtschaft und dem ländlichen Raum beteiligen. Der Vorstand sowie das Organisationsteam betonen: "Krebs betrifft uns alle. Die BIG Challenge verbindet sportliches Engagement mit gelebter Solidarität mit Krebspatienten."
Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) bietet im Rahmen des Netzwerk Fokus Tierwohl im Februar zwei Termine für schweinehaltende Betriebe an:
Am 26. und 27. Februar 2026 findet im Tagungszentrum des Forschungsinstitutes für Nutztierbiologie (FBN) in Dummerstorf das Nutzttier-Forum 2026 zum Thema "Der Tierhaltung eine Zukunft geben" statt. Im Mittelpunkt steht die tiergerechte Aufzucht von Kälbern und Ferkeln – als Grundlage für eine zukunftsfähige Nutztierhaltung. In Fachvorträgen und im Austausch werden u. a. thematisiert: Bedürfnisse von Kälbern und Ferkeln, pränatale Einflüsse auf Entwicklung und Wohlbefinden, Fütterung und Zuchtplanung als Schlüsselfaktoren für Tiergesundheit. Expert:innen aus Forschung und Praxis geben Einblicke in den aktuellen Stand der Wissenschaft und laden zur Diskussion ein.
