Die Milchquote wird in der EU im April um 2 Prozent angehoben. Dies hat der EU-Agrarministerrat am heutigen Montag in Brüssel beschlossen. Die steigende Nachfrage nach Milchprodukten in Russland und Asien erlaube einen solchen Schritt, erklärte die EU-Kommission. Die Niederlande und Polen hatten sogar eine 5-prozentige Ausdehnung der Milchmenge gefordert, um zusätzliche Absatzpotenziale nutzen zu können. Deutschland und Österreich stimmten gegen die Quotenerhöhung. "Das ist zum jetzigen Zeitpunkt ein falsches Signal für die Milchbauern", erklärte Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer. Er wies auf die fallenden Preise für Magermilchpulver und Butter hin. Deutschland, Österreich und Frankreich fordern zusätzliche Hilfen für Milcherzeuger in Berggebieten, die nur zusammen mit dem Health Check beschlossen werden könnten. Der Europäische Milchindustrieverband geht davon aus, dass von den zusätzlichen 2,84 Mio. t Quote nur rund die Hälfte genutzt wird.
Deutscher Fachverlag GmbH

Der LKV setzt seine Informationsveranstaltungen zum Rinderdatenverbund (RDV4M) fort.
Folgende Veranstaltungen sind geplant:

12.02.2008   78073 Bad Dürrheim-Oberbaldingen  20 Uhr
12.02.2008   74670 Forchtenberg-Sindringen  20 Uhr
13.02.2008   73575 Leinzell-Mulfingen  20 Uhr
14.02.2008   73540 Heubach-Buch  20 Uhr

19.02.2008   88213 Bavendorf  20 Uhr
20.02.2008   88356 Ostrach  20 Uhr
21.02.2008   88353 Kisslegg  20 Uhr

26.02.2008   73457 Essingen-Forst  20 Uhr
26.02.2008   72336 Balingen  20 Uhr
27.02.2008   73432 Aalen-Arlesberg  20 Uhr
27.02.2008   73499 Wört-Bösenlustnau  20 Uhr
28.02.2008   73479 Ellwangen-Erpfental  13 Uhr
28.02.2008   88416 Ochsenhausen-Mittelbuch  20 Uhr
28.02.2008   89547 Gerstetten-Dettingen  20 Uhr

04.03.2008   78359 Orsingen  20 Uhr
04.03.2008   89180 Berghülen  20 Uhr
05.03.2008   88422 Betzenweiler  13.30 Uhr
05.03.2008   73079 Süssen  20 Uhr
06.03.2008   73485 Unterschneidheim-Zöbingen  20 Uhr

13.03.2008   74589 Satteldorf-Gröningen  20 Uhr

01.04.2008   77767 Appenweier-Nesselried 20 Uhr

Änderungen vorbehalten
Nähere Auskünfte erteilen die zuständigen Zuchtwarte.

Die neue Viehverkehrsverordnung bringt Änderungen für Schaf- und Ziegenhalter, Schweinehalter und Rinderhalter mit sich

 

Über die Neuerungen informiert der LKV Baden-Württemberg im Auftrag des Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum Baden-Württemberg mit verschiedenen Merkblättern.

Zusätzlich wurden alle bis dato bekannten Schaf- und Ziegenhalter am 29.02.2008 (Versandtag) mit einem Schreiben über die Neuerungen informiert.

 

Das Anschreiben informiert über die Neuerungen bei der Schaf- und Ziegenkennzeichnung. Es enthielt ein Merkblatt für Schaf- und Ziegenhalter, einen Ohrmarkenkatalog mit Bestellschein, Meldekarten für Stichtag und Übernahme mit Bestellschein sowie je eine Vorlage Begleitpapier und Bestandsregister.

Unterlagen zur Schaf- und Ziegenkennzeichnung

 

Über die Neuerungen für die Schweinehalter informiert der LKV auf dieser Homepage mit einem Merkblatt sowie einem neuen Bestandsregister und einem Begleitpapier für Schweineübernahmen.

Unterlagen zur Schweinekennzeichnung

 

Über die Neuerungen für die Rinderhalter informiert der LKV auf dieser Homepage mit einem Merkblatt sowie einem neuen Bestandsregister.

Unterlagen zur Rinderkennzeichnung

Die Milchanlieferungen an die deutschen Molkereien haben weiter zugenommen. In der 7. Kalenderwoche stiegen die erfassten Milchmengen gegenüber der Vorwoche um 0,5 Prozent. Mit dem umfangreicheren Milchaufkommen wird auch die Referenzmenge stärker ausgeschöpft. Bei Anhalten dieser Tendenz ist bis Ende März mit einer deutlichen Überschreitung der nationalen Garantiemenge zu rechnen.
Bei den Produkten der weißen Linie fällt die Nachfrage überwiegend für die Jahreszeit üblich aus. Vereinzelt bleiben die Abrufe aber hinter den Erwartungen zurück. Mit näher rückendem Osterfest wird jedoch mit einer steigenden Erzeugung und Nachfrage gerechnet.

Butter
Die Nachfrage nach abgepackter Butter hat sich zum Monatsende etwas belebt. Das Ostergeschäft läuft damit langsam an. Die Preise für abgepackte Ware bleiben bis Ende Februar stabil, Anfang März zeichnet sich ein Rückgang der Molkereiabgabepreise ab. Die Lage auf dem Markt für Blockbutter ist weiterhin ruhig. Mengen aus bestehenden Kontrakten werden zügig abgerufen. Neue Abschlüsse kommen kaum zustande, und wenn, dann mit Preiszugeständnissen der Verkäufer.

Käse
Auf dem Schnittkäsemarkt setzen sich die Entwicklungen der vergangenen Wochen fort. Die Produktion läuft in Folge der steigenden Milchanlieferungen auf hohem Niveau. Die Vorjahresmengen werden seit Anfang Februar jedoch unterschritten. Der Absatz im Inland wird als normal beschrieben. Der Markt ist gut ausreichend mit Ware versorgt, und die Bestände in den Reifelagern entwickeln sich überwiegend stabil, teils wird aber auch wieder von leichtem Bestandsaufbau berichtet. In den nächsten Wochen ist als Reaktion auf die hohen Lagerbestände mit einer Drosselung der Produktion zu rechnen.

Magermilchpulver
Auf dem Markt für Magermilchpulver hat sich die Nachfrage nach Lebensmittelware Ende Februar leicht belebt. Anfragen gehen sowohl aus der EU als auch vom Weltmarkt ein. Der erneut wieder abgeschwächte Dollarkurs erschwert nach wie vor die Möglichkeiten der Anbieter aus der EU am Weltmarkt. Am Binnenmarkt hat sich das Geschäft belebt, die erzielten Preise haben in den vergangenen Wochen jedoch nachgegeben. Insgesamt bleibt das Preisgefüge wie in den Wochen zuvor weiter uneinheitlich. Futtermittelware wird nach wie vor ruhig gehandelt, die Preise haben sich auf etwas schwächerem Niveau stabilisiert.

Quelle: ZMP GmbH, Bonn, 28.02.2008
Die aktuelle Lage auf dem Schlachtrindermarkt 26.2.2008
Das Jungbullenangebot wird seitens der Erzeugergemeinschaften zum Teil als gut ausreichend, zum Teil aber auch als begrenzt beschrieben. Das verfügbare Angebot an männlichen Schlachttieren trifft auf eine eingeschränkte Abnahmebereitschaft der Schlachtunternehmen. Nach Auskunft der Schlachtereien zwingen der ruhige Rindfleischhandel im Inland und die teils rückläufigen Erlöse für Jungbullenfleisch im EU-Ausland zu einer Reduzierung der Auszahlungspreise für Jungbullen.

Im Bundesmittel dürfte sich der Preisabschlag aktuell bei rund fünf Cent je Kilogramm Schlachtgewicht bewegen. Entgegengesetzt entwickeln sich zur Zeit die Erzeugerpreise für Schlachtkühe. Das weibliche Schlachtvieh ist nach wie vor sehr knapp verfügbar, wird von den Schlachtunternehmen aber bevorzugt nachgefragt. Preisaufschläge sind die Folge.

Die aktuelle Marktlage auf dem Schlachtschweinemarkt 26.2.2008
Auf dem Schlachtschweinemarkt sind die zunächst erwarteten Preisbefestigungen in dieser Woche ausgeblieben. Das regional größere Angebot und die nicht immer zufriedenstellende Schweinefleischnachfrage
zogen unveränderte Preise für Schlachtschweine nach sich.

Auszahlungspreise der Versandschlachtereien und  Fleischwarenfabriken in Deutschland
(EUR/kg Schlachtgewicht, gewogenes Mittel, frei Schlachtstätte)

Preise für die Woche bis 24.2.2008     +/- Ct gg. Vw
Schweine, Hkl. E         1,42 Euro/kg                 0,03
Jungbullen, Hkl. R 3   3,25 Euro/kg                -0,02
Färsen Hkl. R 3            2,97 Euro/kg                 0,00
Kühe Hkl. O3                2,48 Euro/kg                 0,03
Kälber, pauschal         5,16 Euro/kg                 0,01
Lämmer, pauschal     4,07 Euro/kg                 0,09
Quelle: ZMP nach BLE.
Die Quotenausnutzung in Deutschland steigt deutlich an. Eine Überlieferung im Quotenjahr 2007/08 wird immer wahrscheinlicher.
Von April bis Dezember 2007 beläuft sich die fettkorrigierte Anlieferungsmenge auf 21,05 Millionen Tonnen, das sind 1,1 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Nach vorläufigen Berechnungen der ZMP ergibt sich damit für diesen Zeitraum ein Ausnutzungsgrad der anteiligen Referenzmenge von 99,5 Prozent.

Vieles spricht dafür, dass es zu einer Überlieferung kommt und diese sogar größer ausfällt als im Vorjahr. Der leichte Zuwachs bei den Milchkuhbeständen, das vergleichsweise geringe Schlachtkuhangebot und das hohe Niveau der Erzeugerpreise für Milch bieten den Erzeugern derzeit sowohl die Möglichkeiten als auch den Anreiz, die Milchanlieferung zu steigern. Außerdem ist es wahrscheinlich, dass die Fettgehalte höher bleiben als im Vorjahr und damit auch die Fettkorrektur weiter steigt.

Deutschland: Milchquoten April 2007 bis Dezember 2007
Vorläufige Bilanz
in 1.000 t                                       2006/07           2007/08          ± % Vj.
Anteilige Garantiemenge             21.051             21.156             + 0,5
Milchanlieferung                            20.305              20.433             + 0,6
Fettkorrektur                                         506                    616          + 21,8
Fettkorrigierte Milchanlieferung  20.811              21.049             + 1,1
Über-/Unterlieferung                         -241                   -107                    .

Quotenausnutzung                        98,9 %                99,5 %                  .

Quelle: ZMP GmbH, Bonn
Der saisonale Anstieg der Milchanlieferung an die deutschen Molkereien setzte sich Ende Januar fort. In der vierten Woche wurden im Bundesgebiet 0,8 Prozent mehr Milch erfasst als in der Vorwoche. Die Vorjahreslinie wurde um 1,5 Prozent überschritten. Die Nachfrage nach Konsummilch und Milchfrischprodukten bewegte sich in einem für die Jahreszeit normalen Rahmen.

Butter
Auf dem hiesigen Buttermarkt hat sich die Nachfrage nach abgepackter Ware weiter normalisiert. Die Preise für geformte Ware sind stabil. Die Preise für Blockbutter konnten sich aufgrund reger Nachfrage der Industrie unterdessen nochmals leicht befestigen.

Käse
Auf dem deutschen Schnittkäsemarkt bewegte sich die Produktion Anfang Februar weiter auf hohem Niveau. Es werden verstärkt Milchmengen in die Produktion von Käse gelenkt. Der Markt ist ausreichend mit Ware versorgt. Sie kann nicht nur im Inland, sondern auch innerhalb der EU und im Drittlandshandel stetig abgesetzt werden. Die Käsepreise gaben zuletzt leicht nach.

Magermilchpulver
Anfang Februar hat sich die Nachfrage nach Magermilchpulver wieder etwas beruhigt. Nach wie vor hat die Lebensmittelindustrie noch Deckungsbedarf. Im Export ist die Nachfrage nach wie vor eher ruhig. Die Preise für Lebensmittelware haben sich zuletzt wieder uneinheitlicher entwickelt. Insgesamt bewegen sich die Preise jedoch auf stabilem bis festen Niveau. Für Futtermittelware haben sich die Preise bei ruhiger Nachfrage wieder abgeschwächt.

Quelle ZMP GmbH, Bonn, 6.2.2008
Die aktuelle Lage auf dem Schlachtrindermarkt 5.2.2008
Auf der Seite des Schlachtviehhandels zogen die Preise für Jungbullen und Schlachtkühe zum Beginn der ersten vollen Februarwoche deutlich an. Ausschlaggebend für diese Entwicklung war wie schon in den zurückliegenden Wochen das sehr kleine Angebot. Insbesondere Jungbullenmäster hielten ihre Tiere konsequent zurück, um höhere Preise am Markt durchsetzen zu können.
Schlachtunternehmen mussten bundesweit höheren Preisforderungen stattgeben, um ihren Grundbedarf an Jungbullen sicherstellen zu können. Auch das Angebot an Schlachtkühen fiel weiter sehr klein aus. Die Preise folgten der Entwicklung am Jungbullenmarkt und zogen ebenfalls an.

Die aktuelle Marktlage auf dem Schlachtschweinemarkt 5.2.2008
Trotz der nicht zufrieden stellenden Geschäfte mit Schweinefleisch blieben die Erzeugerpreise für Schlachtschweine auf ganzer Linie stabil. Einem leicht rückläufigen Schweineangebot stand eine unverändert stetige Nachfrage der Schlachtunternehmen gegenüber.

Auszahlungspreise der Versandschlachtereien und
Fleischwarenfabriken in Deutschland
(EUR/kg Schlachtgewicht, gewogenes Mittel, frei Schlachtstätte)
Preise für die Woche bis 3.2.2008
                                                                 +/- Ct gg. Vw
Schweine, Hkl. E          1,33Euro/kg        0,00
Jungbullen, Hkl. R 3    3,17Euro/kg        0,02
Färsen Hkl. R 3             2,90Euro/kg        0,01
Kühe Hkl. O3                 2,34Euro/kg        0,02
Kälber, pauschal          5,08Euro/kg       -0,04
Lämmer, pauschal      3,98Euro/kg         0,07

Quelle: ZMP GmbH, Bonn
Die Milchanlieferung an die deutschen Molkereien steigt: In der 2. Kalender-woche lagen die Anlieferungsmengen um 1,3 Prozent über dem Vorwochenniveau. Die Vorjahreslinie wurde um ein Prozent übertroffen. Die Nachfrage nach Produkten des weißen Sortiments, die nach dem Jahreswechsel ruhiger geworden war, hat sich Mitte Januar wieder normalisiert.
Butter
Die Nachfrage nach abgepackter Butter hat sich wieder belebt. Die Preise sind unverändert. Auch das Kaufinteresse für Blockbutter wird reger. Es werden festere Preise erwartet. Die Exporte von Butter laufen weiter auf Sparflamme, da heimische Ware am Weltmarkt nur eingeschränkt konkurrenzfähig ist.
Käse
Der deutsche Schnittkäsemarkt hat sich Mitte Januar weiter stabilisiert. Die Inlandsnachfrage ist gut, und auch das Exportgeschäft hat sich belebt. Im Großen und Ganzen waren die Käsepreise zuletzt stabil, nur vereinzelt lagen sie leicht unter dem Niveau der Vorwoche.
Magermilchpulver
Am Markt für Magermilchpulver haben seit Mitte Januar wieder stabilere Tendenzen durchgesetzt. Das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage ist ausgeglichen. Die Preise blieben zuletzt stabil. Die preisgünstigeren Offerten am Spotmarkt sind in den vergangenen Wochen stark zurückgegangen, so dass das Preisgefüge wieder einheitlicher ist als zum Jahresbeginn. Bei lebhafterer Nachfrage sind die Preise für Futtermittelware gestiegen.

ZMP GmbH, Bonn, 23.1.2008
Zum ersten Mal seit vielen Jahren ist bei einer Viehzählung die Zahl der Milchkühe nicht rückläufig gewesen. Mit 4,064 Millionen Stück gab es gegenüber November 2006 sogar einen leichten Zuwachs von 10.000 Tieren.
Hierin spiegelt sich die komplett veränderte Lage am Milchmarkt wider. Milch war 2007 zeitweise knapp gewesen, und die Milchpreise sind kräftig gestiegen. Außerdem waren die Milchquoten seit dem 1. April 2006 in zwei Schritten um jeweils 0,5 Prozent erhöht worden. Deshalb werden Tiere länger in der Produktion gehalten, die Bestandserneuerung geht langsamer vonstatten.

Auch 2008 dürfte das Schlachtkuhangebot, gemessen an dem Bedarf, eher knapp ausfallen. Eine weitere Milchquotenerhöhung wird diskutiert, die Milcherzeuger werden die Kühe zumindest bis zum Beginn der Winterstallperiode für die Milcherzeugung nutzen wollen. Ein höheres Angebot an Schlachtkühen als im Vorjahr ist deshalb zunächst nicht zu erwarten.

ZMP GmbH, Bonn